lunes, 8 de mayo de 2017

Demnächst: Neuer Roman von mir und Co-Autor "Jules & Nico - Geschichten aus den Pariser Arrondissements"



Nach vielen Fragen, wird es wieder von mir einen neuen Roman geben, in dem, die auch schon einst "Alexandre" kennengelernt haben, ich mich auch im neuen Roman "Jules & Nico" wieder für eine doppelte Persketive entschieden habe, sowie einen neuen Co-Autor, Matthias herzlich begrüße.

Die Besonderheit des Stils ist auch der, dass er nahezu in Echtzeit geschrieben wird, besonders die Dialoge, im Rahmen des Plots, die aber vorher nicht vorgeben wurden, sondern jeder von uns, seinen eigenen Stil in der Konversation haben wird und damit auch die Konversationen eine eigene Dynamik haben.

Ebenso werden als besonderes Highlight, das Einpflegen von Chatnachrichten, die die Hauptcharaktere, zB über WhatsApp und Facebook austauschen, aber ebenso die vollständigen Verläufe, anderer interagierenden Charakteren, die in der Geschichte mit vorkommen, besonders durch die Charaktere "Kerstin" und "Eva", denen sich Jules immer wieder durch Stalking ausgesetzt sieht. Dadurch werden die Leser/Innen einen Eindruck bekommen, zu welchen perfiden und kriminellen Machenschaften, sich Stalkerinnen in ihrer krankhaften Perversion hinreissen lassen und auch vor Diskreditierung Dritter nicht zurückschrecken.

Gegliedert wird es ähnlich sein, wie schon bei "Alexandre", das heißt dass hier beide Hauptcharaktere ihre Geschichten einerseits unabhängig voneinander erzählen, die getrennten Erlebnisse und Erfahrungen, die dann, zum Ende des Kapitels jeweils zusammengeführt werden, so dass jedes Kapitel durch zwei Perspektiven wahrgenommen wird.

Matt und ich wünschen Euch auf jeden Fall viele unterhaltsame Stunden mit einem Roman, den wir Euch online und kostenlos zur Verfügung stellen, wenn unsere Follower uns in die aufregende, französische Hauptstadt Paris folgen.

Bienvenue!




Handlung / Klappentext:

An einem kühlen Nachmittag, im winterlichen Paris unter dem Eiffelturm im 7. Arrondissement, belauscht der junge Tourist Nico zufällig ein Telefonat. Wie gebannt von der Stimme des Sprechers und dem Inhalt des Gesprächs, dreht sich Nico langsam um, mit der Hoffnung, nicht bemerkt zu werden, dass er lauscht. Doch just in dem Moment kreuzt sich sein Blick mit dem Sprecher Jules…


Jules bemerkt die Indiskretion von Nico, setzt aber sein Gespräch fort und lässt Nico so an dem Inhalt weiterhin teilhaben und dieser bebildert Gedanklich die gesprochene Szenerie, die ihn beeindruckt und zugleich abstößt.


Die beiden jungen Männer, die so unterschiedlich scheinen, haben mehr Gemeinsamkeiten, als beide auf den ersten Blick erkennen wollen und so beginnt eine Zeit in Paris, durch die Stadt bei Tag und Nacht, in dem sich beide mal zufällig und mal bewusst, immer wieder begegnen, bis Nico seine Scheu überwindet, seinen Mut zusammennimmt und Jules anspricht.

Eine Freundschaft beginnt, die jedoch Nico oftmals an die Grenzen des Belastbaren seiner Gefühle bringt...



Hauptcharaktere:


Jules: Ein junger, geheimnisvoller Franzose und Privatier, wohnhaft in Paris und baut schrittweise eine Freundschaft zu Nico auf, der ihn oftmals bewundert, für seine scheinbare Unabhängigkeit.
Monsieur Thibaut: Jules Jagdhund und treuer Begleiter, der Jules nahezu auf Schritt und Tritt folgt.

Nico: Ein 34 jähriger Flugdienstberater, der nach dem Verlust seines Liebsten die Heimat verlassen hatte um seine Erinnerungen zurück zu lassen und in Deutschland einen Neubeginn zu starten, lebt sein Leben ohne Reue und ohne Verpflichtungen, jedoch auch ohne emotionale Bindungen zuzulassen. Das sollte sich jedoch schlagartig ändern, als er zufällig Jules kennenlernte…


Nebencharaktere:

Eva: Eine Alkoholikerin und flüchtige Internetbekanntschaft von Jules, die sich ihm immer wieder aufdrängt, um Jules kennenzulernen und sich über die Distanz in Jules verliebt. Als diese merkt, dass das romantische Interesse nur von ihr einseitig ist, wird aus der anfänglichen Idealisierung von Jules, eine hasserfüllte Abwertung.



Kerstin: Eine arbeitslose, deutlich ältere, sadistische Cyber-Stalkerin* mit einer schizotypischen Persönlichkeitsstörung und starken, paranoiden Wahnvorstellungen, die immer wieder versucht, in Jules Leben einzuschleichen, meist durch Zuhilfenahme mehrere Profile in sozialen Netzwerken und sucht zwang- und krankhaft immer wieder dessen Nähe zu ihm und seinen Freunden, um sich auch bei diesen durch Lügen und Manipulationen einzuschleichen, Informationen über Jules zu erfahren und in ihrer Frustration immer sich kaum noch mit etwas anderes beschäftigt und wie besessen von Jules ist. Durch die zunhemnden Chats, die Kerstin immer wieder beginnt, eröffent sich Jules und dann auch Nico, welch krankhaftes Wesen sich hinter diesen diversen Profilen verbirgt und teilweise sogar Jules Persönlichkeit in sozialen Netzen annimmt.



*Anmerkung:

Da ich in dem Roman eine kriminelle Eigenschaft Cyber-Stalking, sowie das Krankheitsbild der Schizotypischen Persönlichkeitsstörung aufgreife, hier schon vorab die Information, wie die Charakteristika des sadistischen Stalking, sowie das Krankheitsbild der Persönlichkeitsstörung.


Sadistisches Cyber-Stalking:

Die Täter weisen in der Regel Persönlichkeitsstörungen auf, in dem meisten Fällen die antisoziale Persönlichkeitsstörung. 13 % der Stalker gehören dieser Gruppe an. Der Stalker will immer mehr Kontrolle über sein Opfer gewinnen, das er oft nur flüchtig kennt und betrachtet es regelrecht als Jagdobjekt. Anfangs nähert er sich eher freundlich, um das Opfer in Sicherheit zu wiegen und es dann später um so mehr aus der Fassung zu bringen und seiner Lebensenergie zu berauben. Er wählt eher subtile Verhaltensweisen aus, um das Opfer möglichst stark zu verunsichern, was es ihm dann auch leichter macht, seine Identität über Monate oder Jahre zu verbergen. Das Opfer soll geschwächt werden, um die eigene Allmacht zu stärken. Familienmitglieder und Freunde des Opfers werden oft einbezogen.


Schizotypische Persönlichkeitsstörung nach ICD 10 (F-21)

- Inadäquater oder eingeschränkter Affekt (der Patient erscheint kalt und unnahbar).
- Seltsame(s), exzentrische(s) und eigentümliche(s) Verhalten und Erscheinung.


- Wenig soziale Bezüge und Tendenz zu sozialem Rückzug.


- Seltsame Glaubensinhalte und magisches Denken, die das Verhalten beeinflussen und im Widerspruch zu (sub)kulturellen Normen stehen.


- Misstrauen oder paranoide Ideen.


- Zwanghaftes Grübeln ohne inneren Widerstand, oft mit dysmorphophoben, sexuellen oder aggressiven Inhalten.


- Ungewöhnliche Wahrnehmungsinhalte mit Körpergefühlsstörungen oder anderen Illusionen, mit Depersonalisations- oder Derealisationserleben.


- Denken und Sprechen vage, umständlich, metaphorisch, gekünstelt, stereotyp oder anders seltsam, ohne ausgeprägte Zerfahrenheit.


- Gelegentlich vorübergehende quasi-psychotische Episoden mit intensiven Illusionen, akustischen und anderen Halluzinationen und wahnähnlichen Ideen; diese Episoden treten im Allgemeinen ohne äußere Veranlassung auf




und DSM-5:

- Beziehungsideen (jedoch kein Beziehungswahn),
-seltsame Überzeugungen oder magische Denkinhalte, die das Verhalten beeinflussen und nicht mit den Normen der jeweiligen subkulturellen Gruppen übereinstimmen (z. B. Aberglaube, Glaube an Hellseherei, Telepathie oder an den „sechsten Sinn“; bei Kindern und Heranwachsenden bizarre Fantasien und Beschäftigungen),


- ungewöhnliche Wahrnehmungserfahrungen einschließlich körperbezogener Illusionen,


- seltsame Denk- und Sprechweise (z. B. vage, umständlich, metaphorisch, übergenau, stereotyp),


- Argwohn oder paranoide Vorstellungen,


- inadäquater oder eingeschränkter Affekt,


- Verhalten oder äußere Erscheinung sind seltsam, exzentrisch oder merkwürdig,


-Mangel an engen Freunden oder Vertrauten außer Verwandten ersten Grades,


-ausgeprägte soziale Angst, die nicht in zunehmender Vertrautheit abnimmt und die eher mit paranoiden Befürchtungen als mit negativer Selbstbeurteilung zusammenhängt.




jueves, 20 de abril de 2017

Titania Hörspiel als Bühnenstück ab 29. April 2017




Ein Wintereinbruch in den Karpaten hindert Serge d'Urfe an der Fortsetzung einer Reise. Im Haus der Familie des alten Gortscha findet er Schutz vor den Wölfen und Gefallen an der schönen Zdenka. Der Hausherr selbst ist vor Tagen aufgebrochen, um den berüchtigten Vampir Alibek zu töten. Zuvor hatte er seiner Familie eingeschärft, ihn keinesfalls mehr einzulassen, wenn er nach einer festgelegten Frist komme, da er dann selbst zum Vampir geworden sei. Mit Ablauf der Frist begehrt Gortscha Einlass in sein Haus...


Ein heißer Tipp für Rheinländer:

Am 29. April feiert in Leverkusen in der Festhalle Opladen die Bühnenversion von "Die Familie des Vampirs" an Marc Gruppes Heimatbühne, der Volksbühne Bergisch Neukirchen, Premiere!
Weitere Vorstellungen folgen am 30. April, 5. und 6. Mai!
Karten und Infos gibt es hier:
 http://www.vbnlev.de/fruehjahrsstueck


miércoles, 22 de marzo de 2017

Gruselkabinett Folge 109: "Heimweh"



Heimweh

Autor: Per McGraup
Label: Titania Medien
Genre: Hörspiel, Schauerromantik, Geistergeschichte
Laufzeit: 64 Minuten
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5251-7

Klappentext:


London 1933: Alwyne und Colin Hargreaves, das Ermittler-Duo aus „Heimgesucht“ und „Heimgekehrt“, reisen in ihrem dritten Abenteuer zu einem Kongress nach Kalifornien. Im berühmten viktorianischen Hotel del Coronado kommt ihnen sehr zugute, dass sie bereits weidlich Erfahrung mit Geister-Erscheinungen haben


Handlung:

Die Eheleute Alwyne und Colin Hargreaves reisen mit ihrer kleinen Tochter nach Kalifornien, in das von ihrer Tante empfohlene Hotel del Coronado.
Dort angekommen, werden sie von dem freundlichen Personal empfangen und bekommen ein Zimmer zugewiesen. Alwyne spürt kurz nach Betreten des zugewiesenen Zimmers, dass mit dem Zimmer etwas nicht stimmt. Als ihre kleine Tochter nach der langen Reise noch badet und etwas sieht, was nur diese sieht, ist das Ermittlerfieber erwacht, nicht ahnend, was für eine Tragödie sie bei ihren Ermittlungen und Befragungen des Hotelpersonals und Geschäftsleute aus der Region, sie aufdecken werden.
Was geschah in dem Zimmer, dessen Nummerierung im Laufe der Zeit geändert wurde?


Rezension:

Das 109te Hörspiel ist eine weitere Geschichte der Ermittler Collins, wo es aber nicht zwingend nötig ist, die beiden vorherigen Episoden "Heimgesucht" (Gruselkabinett Folge 83) und "Heimgekehrt" (Gruselkabinett Folge 89) zu kennen, da jede Geschichte eine in sich geschloßene Handlung hat und eigenständige Geschichten sind (wobei die beiden Folgen ebenso empfehlenswert sind).
Begonnen wird mit einem Telefonat der doch etwas nervigen Tante und Alwyne vor der Abreise. Nervig meine ich jedoch nicht damit, dass es mich genervt hat, sondern Alwyne die schrullige Tante von Collin nur zu gerne abwimmeln möchte und man spürt regelrecht, wie sie ihren Mann innerlich verflucht, dass ihre Tochter ihn nicht auffinden kann, damit dieser das Telefonat übernimmt.
Hier ist die Dialogregie ganz großes Kino und in jedem Satz ein verbaler Schlagabtausch der beiden unterschiedlichen Frauen. Tante Marylin mit ihrer britischen Arroganz und desinteressierter, geheuchelte Fürsorge, die nur der Neugierbefriedigung dient und der deutlich jüngeren Alwyne, die eine fortschrittliche Frau ihrer Zeit ist und die mit den Attitüden nicht viel anfangen kann und das Telefonat so schnell wie möglich beenden möchte.
Die für das Jahr 1933 sicherlich lange und beschwerliche Reise von London nach Kalifornien gibt es kein Kapitel, sondern setzt erst wieder da an, als die Eheleute Hargreaves an der Rezeption des Hotels del Coronado einchecken und ab da an beginnt die Geschichte, im bekannten Stil der für Gruselkabinett typischen Schauerromantik rund um die mysteriöse Kate Morgan, die vor einiger Zeit nicht nur Gast in dem Hotel war, sondern auch das Zimmer der Hargreaves belegte und offenbar etwas von den Eheleuten möchte.
Nachdem sich Kate der kleinen Tochter beim Baden gezeigt hat und auch nachts besonders Alwyne schwer zu schaffen macht, gibt es für die Collins kein Aufhalten mehr. Gemeinsam abgesprochen und jeder getrennt für sich, befragen sie das Hotelpersonal und die in der Nachbarschaft liegenden Geschäftsleute eines Waffengeschäfts, wer diese Frau war, die offensichtlich zu tode gekommen ist, aber keine Ruhe findet.

Der Erzählstil des Hörspiels ist sehr ausgeklügelt, denn bei den Befragungen der unterschiedlichen Charaktere, wurden nicht nur die Dialoge mit Umgebungsgeräusche der jeweiligen Location aufgenommen, sondern die Befragten erzählen ihre Wahrnehmung von Kate, wo man dann vom Erzählten in die Situation der damaligen Handlung 'springt'. Sowohl bei dem Rezeptionisten und Hotelpersonal, wie auch bei der Befragung der Eheleute Chick, die ein Waffengeschäft betreiben. Dies hat den Vorteil, dass man die Beweggründe und originalen Verhaltensweise von Kate kennenlernt.

Besonders für das Einsprechen der Hauptrolle von Kate Morgan durch die in Düsseldorf lebende Schauspielerin und Hörspielsprecherin Janina Sachau sollte man schon ds Hörspiel anhören. Sie holt den Hörer regelrecht ab und nimmt einen mit in ihre Gefühlswelt. In jedem und damit meine ich wirklich jeden Satz spürt man die Schwermut, ein dunkler Mantel, der sich um diesen Charakter legt, zwischen aufgegebenen Desinteresse und verzweifelter Depression, wenn sie immer wieder an der Rezeption nachfragt, ob Post für sie angekommen ist und sie einfach nicht verstehen kann, dass die so ersehnte Post nicht angekommen ist. Die freundliche Erklärung des Rezeptionisten, der ihr anbietet, sie sofort zu unterrichten, wenn die ersehnte Sendung ankommt; diese aber von Kate abgeblockt wird und darauf besteht, später oder am Folgetag erneut nachzufragen, ebenso den Kauf einer Handfeuerwaffe bei den Chicks, ist nicht nur eim Hörgenuß, sondern geht unter die Haut.
Ebenso die Stimme von Stephanie Kellner, die Alwyne Collin spricht, die den verzweifelten Schmerz von  Kate hört und ihre Tragik spürt, wenn Kate nachts weint, etwas sucht, was sich nicht finden lässt und die Vezweiflung sich auf Alwyne überträgt, möchte man ihr am liebsten beruhigend zusprechen.
Auch wenn es eine Geistergeschichte ist, ist es jedoch keine der 'bösen' Geistergeschichten, sondern eine tatsächliche Schauerromantik und Melodram, so dass der Gruselfaktor geringer ist und das Suspense in den Vordergrund rückt, was auch die Kulisse eines viktorianischen Hotels in Kalifornien hervorhebt. Man sieht vor dem geistigen Auge die schweren Teppiche, geschlungene, große Freitreppen aus edlen Stein, viel Messing und Mahagoniholzvertäfelungen.

Wer jetzt nach der Vorlage, dieser Geschichte sucht, weil Titania Medien literarische Vorlagen vertont, dem kann ich verraten, dass diese Geschichte nicht auf einer literarischen Vorlage aus dem letzten oder vorletzen Jahrhunder basiert, sondern aus der Feder des Mitinhabers Marc Gruppe stammt, da Per McGraup sein Anagram für diverse Vorlagen für Hörspiele ist. Somit sind diese Hörspiele, da sie nicht auf einer bereits vorhandenen Vorlage basieren, exklusive Hörspiele von Titania Medien.

Mit der Episode "Heimweh", hat man in seinem Abspielgerät seiner Wahl perfektes Kino für die Ohren und etwas mehr als eine Stunde kurzweilige Unterhaltung.

Hörprobe:  Heimweh

martes, 21 de marzo de 2017

Vorschau Programm Titania Medien aus der Reihe "Gruselkabinett"


Manor
Autor: Karl Heinrich Ulrichs
Label: Titania Medien
Genre: Schauerromantik
Laufzeit: ca. 60 Minuten
Veröffentlichung: 26. Oktober 2017
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5561-7

Klappentext:


Auf einer der windumtosten Faröer-Inseln fassen Har und Manor eine tiefe Zuneigung zueinander, die auch über den Tod hinaus noch fortbesteht...

Kleine Vorfreude:

Oft wurde ich, als leidenschaftlicher Hörspielhörer, ob es auch spezielle Hörbücher für LGBTQI* gibt oder die das Thema behandeln; jedoch mehr im Bereich der Hörbücher und umso mehr freut es mich, meinen Followern diese Vorankündigung von Titania Medien zu machen; ob der Zeitpunkt für "Manor" von Karl Heinrich Ulrichs eines homoerotischen Hörspiels bewusst gewählt wurde, wo immer mehr Länder die gleichgeschlechtliche Ehe öffnen und einführen oder ob es einfach im Programm der Schauerromantik sich sehr gut einsortiert, bleibt vielleicht das Geheimnis von Titania Medien und den Machern Marc Gruppe und Stephan Bosenius.
Das doch eindeutigen Cover, was wieder eine geniale Illustration von Ertugrul Erdine ist, lässt nicht nur mich neugierig werden, wie die Geschichte, die mir als Buch bekannt ist, umgesetzt wurde, wer die Sprecher sind und wie weit die Homoerotik herausgearbeitet wurde, denn bereits in der Gruselkabinett Folge 117 "Ewige Jugend" von Leopold Sacher-Masoch, wurde hier ebenso die sexuelle Komponente des BDSM sehr stilvoll herausgearbeitet, ohne platt oder vulgär zu sein.

Auf jeden Fall könnt Ihr dann, sofern Ihr unsicher seid, die Rezension wieder hier von mir lesen.

Freuen wir uns also auf einen schönen, herbstlichen Abend mit einem, da bin ich mir sicher, schönen und stilvollen, homoerotischen Schauerromantik...

Zum Autor:



Karl Heinrich Ulrichs (* 28. August 1825 in Westerfeld(Ostfriesland); † 14. Juli 1895 in L’Aquila, Italien war einer der ersten Aktivisten, Vordenker und Kämpfer für die Rechte von Homosexuellen und setzte sich entsprechend für die Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Ehe ein; die "urnische Ehe" und stand schon in der damaligen Zeit zu seinem Schwulsein, was ihn für zB dem Sexualforscher Volkmar Sigusch zu einem ersten Homosexuellen der Weltgeschichte bezeichnet wurde.

Bedingt durch die Reichgründung und Schaffung des §175, verließ Ulrichs 1880 und ließ sich in der Nähe von Neapel nieder und 1883 zog er weiter nach L'Aquila, wo er auch verstarb.

Posthume Zusammenstellungen findet man im Verlag Rosa Winkel:

* Manor. Eine Novelle
Verlag Rosa Winkel, 1995

* Matrosengeschichten und Gedichte. Ein Lesebuch
Wolfram Setz (Hrsg.): (= Bibliothek rosa Winkel, Bd. 18), Männerschwarm 1998, ISBN 3-86149-070-6 (Literarisches von Ulrichs)

*Karl Heinrich Ulrichs zu Ehren. Materialien zu Leben und Werk
Wolfram Setz (Hrsg.): Verlag Rosa Winkel (jetzt bei Männerschwarm), 2000, ISBN 3-86149-107-9

Wer jetzt schon auf die Geschichte neugierig geworden ist, kann diese Online hier nachlesen:



jueves, 16 de marzo de 2017

Sherlock Holmes Folge 28: "Eine Studie in Scharlachrot"




Eine Studie in Scharlachrot
Autor: Nach einer Erzählung von Sir Arthur Conan Doyle
Label: Titania Medien
Genre: Kriminalliteratur
Laufzeit: ca. 117 Minuten
Veröffentlichung: 16. März 2017
Verfügbarkeit: 2 CD-Box / Download
ISBN: 978-3-7857-5385-9


Klappentext:


Endlich erfährt der geneigte Hörer in Dr. Watsons eigenen Worten, wie er und Sherlock Holmes sich kennen gelernt haben, zu Mitbewohnern wurden und Watson den Meisterdetektiv bei der Lösung des ersten gemeinsamen Falles unterstützt hat.



Handlung:

Verknüpft werden zwei Geschichten in dem Klassiker Eine Studie in Scharlachrot. Zum einen, wie Dr. Watson Sherlock Holmes vorgeschlagen bekommt, um eine gemeinsame Wohngemeinschaft in der legendären Baker Street einzugehen und sie sich schrittweise miteinander vertraut machen.

Dabei beginnt die Begleitung Dr. Watson zum ersten Mordfall, den beide gemeinsam lösen.



Rezension:

Meine erste Rezension der mit dem Blauen Karfunkel ausgezeichneten Serie "Sherlock Holmes" von Titania-Medien, wo ich mich anfangs dann doch etwas schwer mit getan habe, denn wie unschwer zu erkennen ist, bevorzuge ich mehr die klassischen Grusel- und Schauergeschichten.

Doch schon beim Beginn der der ersten CD, nahm mich das Hörspiel gefangen. Schon der Beginn, eine schöne, klassische, viktorianische Musik, wo ich fast das Label von "His Masters Voice" vor Augen hatte; es fehlte lediglich das Knacken des Tonarms, denn man möchte meinen, es handelt sich nicht um eine digitale CD, sondern um eine schöne, schwarze Schellack-Platte auf einem Abspielgerät, was vorher noch angekurbelt werden muss.
Auch die Zwischenmusik ist passend zur Geschichte und dem Genre ausgewählt. Ruhige und elegante Klaviermusik, wenn Dr. Watson aus seinen Erinnerungen erzählt.

Die Geräuschkulisse, als Dr.Watson Holmes vorgeschlagen bekommt, ja man sieht sich da in der Londoner City, vielleicht am Picadilly Circus, Victoria Station,....

Von den Sprechern her, hat man wieder Kino für die Ohren; das heißt, auch hier sind Synchron- und Hörspielsprecher engagiert, was man auch sehr gut heraushört. Ein Hauch der viktorianischen Stände schwingt, je nach gesellschaftlichen Stand mit.
Joachim Tennstedt als Sherlock Holmes, dessen vertraute Stimme in der Reihe einspricht und bekannt von vielen Stars; ebenso Detlef Bierstedt als Dr. Watson, der seinen Charakter und den Erzähler einspricht, da das Hörspiel, wie auch die Original-Vorlage, oft aus Dr. Watsons Perspektive erzählt wird. Die unverkennbare, warme Stimme von Patrick Bach ist ebenso dabei, der in letzter Zeit in sehr vielen Hörbüchern und Hörspielen vorkommt.

Persönlich freue ich mich auch immer wieder über die Teilnahme von Regina Lemnitz, was Euch jetzt sicher nicht so viel sagt, wenn ich Euch aber sage, dass das die deutsche Stimme von Kathy Bates, Diane Keaton und Whoopie Goldberg ist, habt Ihr sicher ihre ganz eigene Stimme im Ohr. Sie spricht die etwas schrullige Wohnungsvermieterin von Holmes und Watson auf eine herrliche Art, zwischen Neugier an den beiden Herren und charmante Zurückhaltung, wie es sich für eine Dame ihrer Zeit gehört.

Ich bin immer wieder positiv überrascht, wenn ich die Original-Vorlage kenne, wie Marc Gruppe aus der literarischen Vorlage eine hörspieltaugliche Fassung herausarbeitet, was den Plot der Geschichte und die Dialoge betrifft. Hier wird nahezu kaum, wie in den meisten Hörspielen, die Geschichte so zusammengeschrieben, dass es mit dem Original kaum noch etwas zu tun hat, sondern Marc Gruppe weiß ganz genau, worauf es bei den Auszügen ankommt und so habe ich auch bei Eine Studie in Scharlachrot den Eindruck, da es in der Geschichte diverse Handlungsstänge gibt, diese auch auf zwei CDs mit ca. 117 Minuten Spielzeit auszudehnen.

Alles in Allem eine sehr gelungene Aufbereitung aus der Orginalgeschichte A Study in Scarlet die die Mischung aus englischer Kriminalgeschichte von Sir Arthur Conan Doyle klassisch und doch modern herüber bringt.

Aufgrund der komplexen Story und der längeren Dauer von 117 Minuten, ist die Eigenempfehlung von Titania-Medien an Hörer ab 12 Jahren vorgesehen.

Hörprobe: Sherlock Holmes Folge 28: "Eine Studie in Scharlachrot"


miércoles, 7 de diciembre de 2016

Gruselkabinett Folge 112: "Der Ebenholzrahmen"





Der Ebenholzrahmen
Autor: Edith Nesbit
Label: Titania Medien
Genre: Schauerromantik
Laufzeit: ca. 55 Minuten
Veröffentlichung: 12. August 2016
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5256-2

Klappentext:

London 1923: Philipp Devigne ist nicht wenig erstaunt, von seiner reichen Tante ein altes viktorianisches Haus im Londoner Nobel-Stadtteil Chelsea zu erben. Über dem Kamin im Speisezimmer hängt in dem ansonsten erlesen möblierten Haus ein billiger Druck in einem aufwändigen Ebenholzrahmen. Wie sich herausstellt, hat es damit eine unheimliche Bewandtnis...?


Handlung:

Eine unerwartete Erbschaft lockt den jungen Philipp in das vornehme Chelesea, um sein geerbtes Haus in Empfang zu nehmen.
Freudig über den neuen Dienstherren, führt die Hausdame diesen durch das Anwesen, wobei Philipp einen kostspieligen Rahmen im Esszimmer über den Kamin vorfindet, in dem sich ein simpler Druck befindet, was so gar nicht zu dem Stil des Hauses passt. Zögerlich erklärt die Hausdame, dass sich dieses auf dem Speicher befindet, was auch zutrifft und findet dabei nicht nur ein Portrait, sondern zwei, auf dem einen er, wie es scheint, selber abgebildet ist, obwohl er noch nie in dem Haus war und ihm die Erblasserin nahezu unbekannt war. Das andere Portrait zeigt eine junge Frau, zu die er sich sofort hingezogen fühlt.
Doch auf der Schönheit in schwarzer Samtrobe liegt ein Fluch, der es ihr ermöglicht, aus dem Bild zu steigen und Philipp in ihren Bann zu ziehen. Einem Bann, bei dem der Teufel seine Hände im Spiel hat, denn die Frau auf dem Portrait hat vor langer Zeit einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, einen Pakt, den auch Philipp in Versuchung führen wird.

Rezension:

Die spätsommerliche 112. Ausgabe "Der Ebenholzrahmen" von der britischen Autorin Edith Nesbit, die ihren Ruhm durch Kinderbücher erlangte, veröffentlichte auch unter ihrem verkürzten Namen E. Nesbit eine Reihe von Geistergeschichten (als Neuauflage im Englischen zusammengefasst als E. Nesbit's Horror Stories, erschienen in Penguin World series, am 29.September 2016) entspricht der klassischen, gothischen Schauerliteratur mit allen Elementen, die dafür nötig sind.
Ein  junger, eigentlich versprochener Mann, eine lukrative Erbschaft einer Immobilie mit Vergangenheit, eine Geliebte aus dem Jenseits, ein zentrales Objekt, in dem Fall ein Ebenholzrahmen, eine dunkle und unglückliche Liebesgeschichte und ein Pakt mit dem Bösen.

"Der Ebenholzrahmen" ist ein kleines Juwel der Schauer-Romantik, mit einer optimalen Besetzung, wie sie besser nicht hätte sein können.
Herbert Schäfer als Philipp, im taumel zwischen der Realität und der Verzweiflung seiner heimlichen Schattenliebe glänzt auf überzeugende Art und Weise, dass sein Leiden spürbar wird; Daniela Bette, wie auch schon in den anderen Produktionen von Titania-Medien, geht unter die Haut, wenn sie Philipp ihr Leid erzählt, wie es zu dem Pakt mit dem Teufel gekommen ist und Philipp verheißungsvoll lockt, auch den Pakt einzugehen, um ihren Fluch zu lösen.
Schaurig schön ist Matthias Lühn als Teufel, der seine Stimme diese Häme und Jovialität verleiht, als er den Pakt anbietet, den er so leidenschaftlich anbietet, dass man ihn kaum auschlagen kann, aber wer natürlich den Teufel kennt, so geht der Teufel bei seinen Versuchungen selten leer aus. Doch war die Verzweiflung der Mistress so groß, dass sie zu ihrem unwissenden Nachteil, den Pakt annimmt.

Auch die Geräuschkulisse und die Musikauswahl ist sehr gut in die logisch aufgebaute Geschichte eingebettet und rundet dieses Hörspiel zu einer edel erzählten Schauer-Romantik ab.

Eine Geschichte aus Liebessehnsucht und Liebesschmerz, die nicht nur Endzeitromantiker in ihren Bann ziehen wird.

Von Edith Nesbit sind bei Titania-Medien folgende Geistergeschichten als Hörspiel Produziert:

Gruselkabinett Folge 59: "Das violette Automobil"
Gruselkabinett Folge 74: "Die Macht der Dunkelheit"



Hörprobe: Der Ebenholzrahmen

Gruselkabinett Folge 116: "Der schwarze Stein"


Der Schwarze Stein
Autor: Robert E. Howard
Label: Titania Medien
Genre: Geistergeschichte, Abenteuer
Laufzeit: ca. 55 Minuten
Veröffentlichung: 14. Oktober 2016
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5381-1

Klappentext:

Was hat es auf sich mit dem riesenhaften schwarzen Monolithen im Wald von Stregoicavar in den ungarischen Karpaten? Ist er wirklich außerirdischen Ursprungs und Schauplatz von schaurigen Ritualen zu Hexen-Feiertagen? Caleb Thomas aus Boston beschließt, vor Ort Licht in die dunklen Legenden zu bringen und ahnt nicht, in welche Gefahr er sich dadurch begibt...


Handlung:


In einer Bostoner Biblothek liest Caleb Thomas in der in Düsseldorf gedruckten und raren Erstausgabe "Das schwarze Buch". Der gut informierte Bibliothekar erzählt im den Hintergrund des Buches, bei dem es um Schwarze Magie, Kult und magische Rituale geht, möglicherweise um Hexerei. Durch die Erzählungen des Bibliothekars, ist Calebs Neugier geweckt, die Spur des zu verfolgen. So reist er mit vielen Umsteigen in die Karpaten. Über seinen Gastwirt, wo Caleb absteigt, erfährt er noch mehr, um diesen Kult, da der Neffe des Gastwirtes in der Nähe des Schwarzen Steins, nach einer Wanderung im Wald, eingeschlafen ist und weitere Informationen liefern kann.


In einer Nacht legt er sich auf die Lauer und beobachtet ein Ritual, was an unfassbarer Grausamkeit kaum zu überbieten scheint...


Rezension:


"Der schwarze Stein" ist die dritte Geschichte (Gruselkabinett Folge 60: "Der Grabhügel", Gruselkabinett Folge 70: "Schwarze Krallen") des texanischen Autors Robert E. Howard, bekannt für Horror-, Fantasy- und Abenteuergeschichten und Brieffreunf von H.P. Lovecraft und Erschaffer von Conan, die Titania-Medien in ein Hörspiel umwandelte.


Da ich das Original dieser Horrorgeschichte kenne und auch als Hörbuch, ist dies vom Original zur Hörspielfassung, von Marc Gruppe etwas gekürzt und zusammengeschrieben worden, ähnlich wie man es auch von Filmen kennt. Ebenso wurden die makaberen Szene (wie viele fälschlicherweise Zensur vorwerfen), zwar entkräftet, besonders die Menschenopfergabe, doch diese Auslassung, die durch Geräusche, Gesänge und spannungsgeladenen Atmosphäre zu hören sind, lassen viel Spielraum für die eigene Phantasie, die von der folgenden Erzählung dann auch untermauert werden. Ebenso ist es auch für ein jüngeres Publikum tauglich, Klassiker aus dem letzten Jahrhundert bekannt zu machen; ein wenig mehr Mut, hätte mir aber schon gefallen.
Da es sich bei der Geschichte von Howard um eine Kurzgeschichte handelt, endet das Hörspiel auch etwas abrupt, so wie es auch bei der Kurzgeschichte der Fall ist, wo aber nicht ein Ende oder eine Auflösung 'fehlt', sondern ein offenes Ende ist, wie es für 'Suspense-Genre' üblich ist. Oder eben, dass bestimmte Dinge einfach nicht erklärt werden können.


Mir hat das Hörspiel sehr gut gefallen, trotz der Kürzung und ist auch mal etwas anders vom Genre in der Reihe Gruselkabinett, eine Abwechslung von den klassischen Schauergeschichten, wo es um Geister und düstere Liebe geht, sondern ist eine Mischung aus abenteuerlicher Exotik und Grusel, auch wenn die Hauptszenerie in den Karpaten spielt, ist die Szenerie doch anders, als man sie von Bram Stokers 'Dracula' (auch bei Titania-Medien; Gruselkabinett Folge 16 bis 19: "Draculas Gast" und "Dracula" im Schuber) her kennt, denn hier steht nicht eine verwitterte, gespenstische Burg im Mittelbunkt, sondern ein schwarzer Monolith auf einer Lichtung in einem Wald, an einem abgeschiedenen Dorf, mit einer Prise Sci-Fi, bei den Überlegungen, als Caleb den schwarzen Stein zum ersten Mal bei Tageslicht sieht.


Sehr gut umgesetzt ist das Gespräch direkt am Anfang, zwischen dem Protagonisten Caleb und dem Bibliothekar, wie nicht direkt flüsternd, aber der Bibliothekar Caleb den Hintergrund wie ein Geheimnis anvertraut und sich das Entsetzen, Neugier und Fassungslosigkeit in Calebs Stimme legt.
Auch die Reise durch Rumänien, Kutschenräder, Pferdegetrappel, kurze Gesprächsfragmente ist sehr gut umgesetzt.
Das Gespräch mit den Neffen, fand ich etwas ernüchternd, da es ein weiteres Gespräch, in einer Reihe von Gesprächen ist, denn davor erzählt der Gastwirt und Onkel dem Protagonisten sein Wissen, im Anschluß an dem Neffen folgt dann das Gespräch mit dem alten Schulmeister, der weitaus mehr Erkenntnisse liefert und den Mythos gut ergänzt.


Aufgrund der Gespräche, rund um die Mythologie und Geschehnisse, muss man schon bei der Geschichte aufmerksam zuhören und ist weniger etwas für 'nebenbei', da die Gespräche wichtige Bestandteile der Geschichte liefern, um den Faden nicht zu verlieren.


Die dann folgende Szenerie der Vollmond-Mitsommernacht, rund um den schwarzen Stein, ist dann aber wieder sehr atmosphärisch, das Sirren der Luft, die Selbstgespräche und das, was dann Caleb erlebt, nicht wissend, ob es sich um Traum oder Wirklichkeit handelt, führt neben dem Erzähler, Sascha von Zambelly als Caleb Thomas sehr schön durch den Plot, mit der gut gespielten Naivität eines neugierigen und abenteuerlustigen Amerikaners in dem alten Europa.


Hörprobe: Der Schwarze Stein


lunes, 5 de diciembre de 2016

Titania Special Folge 12: "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern"





Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Autor: Hans Christian Andersen
Label: Titania Medien
Genre: Märchen / Familienerzählung
Laufzeit: ca. 73Minuten
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5379-8

Klappentext:

An einem eiskalten Silvesterabend versucht ein kleines Mädchen verzweifelt, Schwefelhölzer zu verkaufen, aber niemand kauft ihm etwas ab. Um sich in der schneereichen Nacht etwas zu wärmen, entzündet es ein Schwefelholz nach dem anderen, denn dadurch erscheint ihm jedes Mal die verstorbene Großmutter und erzählt ihm die Märchen vom Schneemann, dem standhaften Zinnsoldaten und dem Tannenbaum...


Handlung:


An einem kalten Winterabend versucht ein kleines Mädchen Schwefelhölzer zu verkaufen, um ein bisschen Geld für die Familie zu verdienen. In Lumpen und viel zu großen Pantoffeln, läuft sie über die vereiste Straße, durch eine vorbeieilende Kutsche verliert sie noch ihre Pantoffeln, die ihr dann noch von einem Bengel gestohlen werden.
Verzweifelt bietet sie ihre Schwefelhölzer an, doch jeder eilt an dem kleinen Mädchen vorbei, ohne die Bettelware und das Mädchen zu beachten.


Ohne etwas verkauft zu haben, traut sie sich nicht nach Hause und zieht sich zwischen zwei Häuser zurück, um sich vor der klirrenden Kälte zu schützen. Obwohl es ihr strengstens verboten wurde, zündet sie dennoch ein Schwefelholz an, mit der Hoffnung, sich ein wenig zu wärmen, sieht sie ihre Wünsche, jedoch nur so lange, wie das Streichholz brennt. So sieht sie sich vor einem wärmenden Ofen, mal vor einer reich gedeckten Weihnachtstafel und bei dem dritten wünscht sie sich, ihre schmerzlich vermisste Großmutter wieder zu sehen, die vor einiger Zeit verstorben ist und die einzige Person aus ihrem Leben ist, die sie liebte.
Der Wunsch gelingt, die Großmutter erscheint ihr und das Mädchen bittet sie, ihr ein Märchen zu erzählten, dem die Großmutter nachkommt, verloren in der schützenden Phantasie, erfriert das Mädchen durch einen "sanften" Tod.


Rezension:


Mit "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" (Den lille Pige med Svovlstikkerne) greift Marc Gruppe eins der bekanntesten Märchen des dänischen Schriftstellers und Dichters Hans Christian Andersen auf, was dieser im Jahr 1845, in der Sommerresidenz der dänischen Könige, Schloss Gravenstein, schrieb.


Eine sehr gelungene Ergänzung, zu den bereits bekannten Veröffnetlichungen, als diversen Filmen, Oper, musikalsischen Umsetzungen, ist diese Hörspiel, gerade in der jetztigen Winterzeit. Ein Hörspiel für die ganze Familie, schon aufgrund der Bekanntheit und wie man es von Titania Medien, aus der Reihe "Gruselkabinett" gewohnt ist, in einer sehr hohen Qualität, vielen Sprechern, deren Stimmen uns aus vielen Synchronisatonen bekannt sind, wo jeder einzelne Sprecher der unterschiedlichen Charaktere kein einziges Mal an Eindringlichkeit verliert.


Hervorzuheben ist natürlich die Leistung von Maximilane Häcke als "Mädchen", in Kombination mit der Geräuschkulisse. Da die Geschichte direkt im Thema beginnt, das Mädchen auf vereister Straße einer Kutsche ausweicht, dabei ihre Pantoffeln verliert,... ja man spürt richtig das vereiste Kopfsteinpflaster, die klirrende Kälte, der pfeifende Wind... vorbeielende Menschen, der Witterung entsprechend angezogen, die Staße gesäumt von beleuchtenden Fenstern, die im Inneren eine verlockende Wärme versprechen.


Wenn Maximilane anfängt, die Zündhölzer anzubieten, das nur leichte Schnattern vor Kälte und die Verzweiflung, man möge ihr ein bisschen was abkaufen, um das erbettelte Geld ihrer Familie geben zu können, als sie verzweifelt den Straßenjungen anfleht, ihr die verlorengegangen Pantoffel zurückzugeben, was dieser aber nicht tut und wegläuft,... man zieht sich instinktiv in seinen Pulli zurück, möchte sich in eine Decke einwickeln und am liebsten das Mädchen mit nach Hause nehmen, ein warmes Bad anbieten, ein warmes Essen, einen heißen Kakao und ein vorgewärmtes Federbett.
Wahnsinn, dieses Spiel an Geräuschen, Stimme und Stimmung und Emotionen, die transportiert werden. Schließt einfach mal beim Zuhören die Augen und lasst diese Stimmung auf Euch wirken.


Ebenso die Angst, die das Mädchen hat, weil sie sich nicht nach Hause traut, weil sie nichts verkauft hat und sie Schläge ihrers Vaters fürchtet und sich zurückzieht und das erste Zündholz ansteckt. Auch dieses Zischen, was dann erklingt, ja, da erinnere ich mich an den Fidibus, womit auch wir unseren Kamin in kalten Winterabenden entzündet haben.


Ergänzt wird dann, bevor die Verzweiflung zu beklemmend wird, durch den Erzähler, gesprochen von Peter Weis, ruhig, warm und sonor durch die Geschichte begleitet und die eigenen Emotionen sich beruhigen, wenn die Großmutter erscheint, beruhigend und schützend, beginnt, ihre Märchen zu erzählen, die sich das Mädchen so sehr wünscht.


Ein wirklich tolles Hörspiel, neu aufgesetzt mit der Technik von Heute, gesprochen von Profis und dem Charme eines Märchen, was einen noch mal für etwas mehr als eine Stunde Kind sein lässt und den unverwechselbaren Sound und Proffessionalität von Titania-Medien und absolut passend, in die jetztige Winterzeit, sich mit der ganzen Familie ein Kino für die Ohren zu gönnen.

Aber eben auch für die Erwachsenen unter uns, die Hörspiele lieben und denken, man sei aus dem Alter für Märchen rausgewachsen, sollte man sich ruhig trauen. Zugegeben, ich war auch anfangs skeptisch, ein Kindermärchen anzuhören, aber ich wurde nich enttäuscht.


Die unten angehftete Hörprobe vermittelt da einen ersten Eindruckt, dem man kaum widerstehen kann, sich das Hörspiel als CD zu kaufen oder bei den bekannten Anbietern, runterzuladen.
Persönlich empfehle ich aber schon die phyisische CD  schon wegen dem herrlich nostaligschen Artwork von Ertugrul Edirne.


Hörprobe: Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern