Für alle FollowerInnen, die hier immer eifrig die neusten Rezensionen von Matthias und mir lesen, aber irgendwie noch ein bisschen unschlüssig sind oder unschlüßig sind, ob gruselige Hörspiele was für einen sein könnten, so hat hat Titania Medien wieder ab Oktober für Einsteiger-Fans Sammelboxen von bereits erschienenen Hörspielen, zusammengeschnürt, die auch meist preislich etwas günstiger liegen, für etwas mehr Inhalt.
Aber ebenso kann man vielleicht auch die verpassten Folgen im Schuber erhalten.
Damit auch niemand zu kurz kommt, gibt es eine Gruselkabinett-Box, eine für die LiebhaberInnen gepflegter Detektiv-Geschichten eine Box von Sherlock Holmes und für die jüngeren Hörerinnen auch ein Dreier-Pack von Anne auf Green Gable.
Pressetext:
Gruselkabinett-Box 5: Die H. P. Lovecraft-Box III
Enthält „Berge des Wahnsinns“ (2 CDs) und „Die Farbe aus dem All.
3 CDs, über 190 Min.
ISBN 978-3-7857-5564-8
Sherlock Holmes-Box 2
Enthält die Folgen „Im Schatten des Rippers“, „Das entwendete Fallbeil“ und „Die Affenfrau“.
Durch einen Zufall lernt James Russell in einem New Yorker Appartement-Haus im Jahr 1923 seinen reichlich merkwürdigen Nachbarn kennen, der in der Wohnung über ihm wohnt. Es ist der sehr zurückgezogen lebende alte Arzt Dr. Muñoz...
Handlung:
Auf der Suche nach einem bezahlbaren Appartement in New York, findet James Russel tatsächlich ein Zimmer in der 14. Straße in einem Brownstone-Gebäude der neugierigen Vermieterin Herrero und ihrem Sohn Estebán, für 5$ die Woche. Ein absolutes Schnäppchen, was sich James Russel, der einen neuen Job bei einem Zeitungsverlag, leisten kann. Der offenbare Haken an dem günstigen Preis ist, dass das Haus alt ist und wenn die U-Bahn vorbeifährt, dass Haus erzittert.
James zögert nicht lange und zieht auch sofort in das Appartement ein und fühlt sich in dem ruhigen Haus angekommen.
Bis er einen Geruch wahrnimmt, einen stechenden und beissenden Geruch, eine Flüßigkeit, die aus der Decke tropft, aus der Wohnung des Nachbarn Dr. Muñoz. Bei der Flüßigkeit und dem Geruch handelt es sich um Ammoniak.
Bei der Beschwerde bei der Vermieterin, ist diese zwar sauer, aber nicht sonderlich überrascht. "... er verschüttet ständig seine Chemikalien...". Auf dem Weg zur Wohnung des sehr zurückgezogen lebenden Arzt, erzählt die Hauseigentümerin ein bisschen Tratsch ihrer Beobachtungen und auch, dass ihr Sohn Estebán sämtliche Erledigungen für den Arzt, der sehr krank sein soll, besorgt. Doch die Herreros begegnen ihn mit Mitgefühl aufgrund seiner offensichtlichen, schweren Erkrankung, die ständig fortschreitet.
James leidet seit seiner Kindheit an einer Herzschwäche und wie der Zufall es will, erleidet er auch eine Herzstolperei und wendet sich an seinen Nachbarn, Dr. Muñoz und bittet ihn um Hilfe, um diesen geheimnisvollen Arzt auch direkt kennenzulernen. Freundlich und überaus professionell hilft ihm der Arzt mit Medikation und gutem Zureden und bietet ihm eine Ruhephase auf dem Sofa an, um sein Herz abzuhorchen. Schon in der Wohnung fällt ihm eine Kälte auf, eine Kälte, die ihn erzittern lässt und auch bei der Untersuchung, sind die Hände des Doktors nicht nur kalt, sondern eiskalt.
Der Arzt mag James offenbar, weiht ihn Schrittweise in seine Forschungen ein und beide gewinnen einander Vertrauen. So forscht Dr. Muñoz daran, chronische Krankheiten zu heilen und bietet auch James an, sich regelmäßig um seine Herzschwäche zu kümmern. So besucht James den Doktor regelmäßig, gut und dick angezogen, um in der eisigen Kälte von 13°C in der Wohnung nicht zu frieren. Der sehr intelligente und belesene Doktor zieht James immer mehr in seinem Bann, dass er ihm die erforderlichen Besorgungen abnimmt, da der Doktor die Wohnung nicht verlässt.... oder nicht verlassen kann?
Aufgrund eines technischen Deffekts der Kühlmaschine, wird James um die dringende Hilfe gebeten, Ersatzteile für den Deffekt zu besorgen, sowie Eis. Sehr viel Eis. Fast verzweifelt hilft James und besorgt die notwendigen Mittel. Um den Doktor kühl zu halten, beschließt dieser, in einer Badewanne mit Eiswasser zu verbleiben, bis der Deffekt repariert werden kann und so ersetzt James unermüdlich immer wieder das Eis in der Badewanne. Er findet jemanden, der die Pumpe des Kühlsystems zu reparieren, doch als dieser zurückkommt, erwartet ihn ein Erlebnis, was er Zeit seines Lebens nicht mehr vergessen wird... wenn er Kalte Luft spürt!
Rezension:
Schon der Einstieg lässt einen Erschaudern. Durch das Hörspiel mit Rückblicken führt die bekannte Stimme von Timmo Niesner als James Russel. Vielleicht sagt Euch Timmo Niesner jetzt nicht unbedingt was, wenn ich Euch aber sage, dass er u.A. seine Stimme dem Herrn Frodo aus Herr der Ringe sage, dann habt Ihr sicherlich seine Stimme im Ohr. Mir war er auch bekannt als Stimme von Clark Kent in der US-Serie Smallville und damit hat Titania den James Russel wunderbar besetzt, der alle Emotionen in Kinoqualität an den Hörer trägt. Die Freude über das günstige Appartement, die ruhigen Momente, wo er sich in seinem Appartement aufhält und sich so seine Gedanken macht, bei dem Herzinfarkt, die Atemlosigkeit, die Angst, ja man fühlt das schlagende Herz, die zittrigen Hände,... selbst wenn er sich in der Wohnung des Arzt aufhält und friert, instinktiv zieht man sich seinen Pullover etwas enger, wenn die Stimme vor Kälte zittert und schnattert. Ebenso die schiere Verzweiflung, als es dem Arzt immer schlechter geht und exzentrischer wird, vermittelt Timmo Niesner eine Panik, ohne dabei übertrieben den Atmen auszustossen und ebenso exzellente, ruhige Tonlage, wenn er als rückblickender Erzähler aus seiner Erinnerung der Erlebnisse erzählt.
Herrlich ist auch Monica Bielenstein als Señora Herrero, mal als die vertratschte, neugierige Hauseigentümerin und Vermieterin und auch im Showdown der Kurzgeschichte, regelrecht hysterisch durch das Haus läuft und auch das Geheimnis des Doktors erfährt. Einfach herrlich.
Mit "Kalte Luft" hat Titania Medien eine weitere Geschichte von H.P. Lovecraft aufgegriffen, die als "Kühle Luft" (Cool Air), eine Kurzgeschichte aus dem Jahr 1926, welche 1928 in Tales of Magic and Mystery veröffentlicht wurde.
Ich habe ja die vollständige Sammlung, aller bisher erschienen Hörspiele von Titania-Medien, als ich damals eher zufällig noch eine ältere Ausgabe von Titania-Medien, "Die Familie des Vampirs" im alten, ja eher einfachen Design, geschenkt bekommen habe und ich habe so den leisen Verdacht, so hervorragend alle Hörspiele sind, dass sich bei den Produktionen von den literarischen Vorgaben von H.P. Lovecraft zu einer besonderen Leistung hochgefahren wird und hier Marc Gruppe und Stefan Bosenius nichts dem Zufall überlassen möchten. Nicht was die Sprecher betrifft, denn diese sind hervorragend besetzt, ebenso die Geräuschkulissen und die eingespielte Musik. So kennt man oft von Hörspielen, die immer gleiche Musikrichtung als Intro/Outro und Zwischenmusik mal ruhig, mal lauter, je nach eingesprochener Szene; in Kalte Luft spielt Titania Medien, entsprechend der Szenerie, mal sehr ruhige, mal sehr moderne, elektronische Musik für kurze Momente ein, die sich aber ganz natürlich in das Hörspiel einfügen und für die dramatischen Momente, so scheint es, wird das ganze Ensemble eines Orchesters herangezogen. Das ist aber auch das Schöne bei Titania Medien und sicherlich auch ihr Geheimnis, denn wir Zuhörer müssen ja auch nicht alles bis ins kleinste wissen, ob die Musik am Computer zusammengestellt wird oder ob wirklich ein großes Orcherster die Musik, eigens für die Hörspiele einspielt.
Die meisten, erwachsenen Hörspiel-Hörer, hören ja meist Hörspiele zum einschlafen, wenn man schön in die Decke gehüllt ist, das Licht ausgeschaltet und dabei der Geschichte lauscht und langsam einduselt. Bei Kalte Luft könnt Ihr es als Einschlafhilfe vergessen, denn dafür ist die Geschichte viel zu spannend, die sich, bei jedem weiteren Kapitel, immer weiter nach oben schraubt. Man möchte nicht nur hinter das Geheimnis kommen, was dem Arzt umgibt, sofern man die Geschichte nicht kennt und auch nicht im Internet nach der Geschichte sucht, denn man wird auch mit jedem fortschreitenden Kapitel immer mehr von der gruseligen Atmosphäre gepackt, die einen immer weiter in den Horror reinzieht, der sich hinter der Geschichte verbirgt. So ist es zuerst die kalte Luft, die einen frösteln lässt, dann der Geruch von Chemikalien, der sich aber immer weiter zu einem Gestank hochschraubt. Ein Gestank nach Verwesung und Tod. Man kann Gerüche nicht 'hören'? Ja, davon wäre ich auch ausgegangen. Bis heute, denn Titania Medien hat es mit der Beschreibung und der Dramatik wirklich geschafft, dass man die Kälte "fühlt" und den Gestank "riecht" und "schmeckt". Wie genau? Hört Euch einfach die 126 Folge "Kalte Luft" vollständig an... gerade jetzt, wo es schrittweise kühler wird, wird Euch das Hörpsiel bei dem Betreten von kalter Umgebung begleiten.
Aber nicht die Ohren zuhalten.
Ich wünsche unseren Lesern und Followern ein tolles Hörerlebnis mit einem perfekt arrangierten und grandiosen Horror-Hörspiel einer alten, literarischen Vorlage.
La ciudad desolada El hogar de Miss Peregrine para niños peculiares 2
Autor: Ransom Riggs
Editor: Crossbooks
Genero: Ficción / Misterio / Fantasía
Disponibilidad: Libro, libro electrónico, libro audio
ISBN: 978-8408149309
Precio: € 14,20 (tapa blanda)
Klappentext:
Die Fortsetzung von "Die Insel der besonderen Kinder" von Bestseller-Autor Ransom Riggs.
Mit Müh und Not konnten Jakob und die besonderen Kinder aus der Zeitschleife, der Insel Cairnholm, vor ihren Feinden fliehen. Nun sind sie im England der 1940er Jahre gestrandet, immer noch verfolgt und ohne Beistand von Miss Peregrine, die sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann. Um Miss Peregrine zu retten, brauchen die Kinder eine andere Magierin. Gerüchteweise lebt eine in London, und so machen sie sich auf den gefährlichen Weg in die zerbombte Stadt. Dort angekommen, finden sie schließlich Miss Wren und glauben schon, gerettet zu sein. Doch ausgerechnet hier, in ihrer vermeintlichen Zuflucht, erwartet sie der größte Verrat.
Rezension:
Nachdem die Zeitschleife auf der Insel Cairnholm überfallen wurden ist und Miss Peregriene in die Vogelgestalt gezwungen wurde, begeben sich die besonderen Kinder rund um den Neuankömmling Jacob auf eine gefährliche Mission, ihre Headmistress zu befreien, was ihnen auch unter dem Einsatz ihres Lebens gelingt und diese sich auf eine mutige Reise begeben, von der Insel auf das Festland, gejagt von den Wights, die Miss Peregrine wieder zurückhaben wollen.
Am Festland vollkommen erschöpft angekommen, denn nicht nur, dass die Kinder in ihren Ruderbooten erbarmungslos verfolgt werden, sondern auch noch ein Sturm aufzieht, der eins der Boote zum kentern bringt, müssen sie feststellen, dass sie zwar ihre Beschützerin, Miss Peregrine bei sich haben, diese sich aber, aufgrund ihrer Verletzungen, nicht in einen Mensch zurückverwandeln kann. Einer der Kinder, der die Geschichten rund um die besonderen Kinder dokumentiert, weiß, dass wenn sich die Ymbrine, wie die Beschützerinnen genannt werden, sich nicht zurückverwandelt, ihre menschliche Seele stirbt, um für immer ein Vogel zu bleiben und die besonderen Kinder nicht mehr beschützen kann.
So beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit im Jahr 1940 in England, wo der Krieg tobt und sich die Kinder bis nach London durchschlagen müssen. So entdecken sie, durch ein Geschichtsbuch, eher zufällig eine Zeitschleife, in der noch die letzte, verbleibende Ymbrine Miss Wren sich aufhalten soll, doch da erfahren sie von den besonderen Tieren, die in einer Zeitschleife auf einen Berg im verborgenen leben, dass diese sich nach London aufgemacht hat, um den bereits überfallenen und entführten Ymbrines zu helfen.
Aufgrund einer Erkrankung Claires, die einen weiteren Mund am Hinterkopf hat, bleibt diese in der Zeitschleife mit Fiona, die Pflanzen wachsen lassen kann, zurück.
Und da beginnt dann auch der zweite Teil einer spannenden, ja fast atemberaubenden Reise, auf denen sie erst von Zigeunern gefangen genommen wurden, weil sich die Kinder als blinde Passagiere auf den hinteren Teil einer Kutsche geschmuggelt haben, doch als das fahrende Volk erkennt, dass es sich bei den Kindern um Besondere handelt, stehen diese den Kindern bei und offenbaren ihnen, dass auch ein Mitglied ihrer Gruppe ebenso eine besondere Gabe haben.
Die trügerische Ruhe wird jäh durch die herannahenden Wights gestört und auch wenn anfangs die Zigeuner die Kinder verstecken können, so kommen die Wights den Zigeunern und den Kindern doch auf die Schliche und werden am Bahnhof gefangengenommen. Nur einer schafft es, sich zu verstecken und seine Gefährten zu befreien, indem er die Bienen, die in seinem Körper leben und die er beschützt, auf einem Feld, noch weitere Insekten zum Angriff formiert bekommt.
Nur knapp entgehen die Kinder dem eigenen Tod und schaffen in letzter Minute den Zug nach London, weiter auf der Suche nach Miss Wren, doch dafür müssen sie die besonderen Tauben finden, was gar nicht so einfach ist. Das Geschichtsbuch kommt wieder zur Hilfe und so stolpern sie durch eine ausgebomte Kirche in die Krypta, auf der Suche nach den Tauben, die diese in eine weitere, überfallene Zeitschleife bringt, wo die Kinder der Insel Cairnholm auf drei weitere Besondere stossen; die blinden Geschwister, die sich mit Echolot in der absoluten Dunkelheit zurechtfinden, sowie ein Mädchen mit telekinetischen Kräften.
Hollows, die auch diese Zeitschleife überfallen haben und in diese dadurch eindringen können, verfolgen erneut die Kinder, die die Zeitschleife verlassen und sich im Bombenhagel Londons wiederfinden und Schutz in einem vermeintlich verlassenen Haus suchen, doch verlassen ist dieses Haus nicht. Zwei Waisenkinder leben in diesem Haus und halten sich versteckt. Als das Haus von den Bomben getroffen wird, ist das ältere Mädchen der beiden Waisen so schwer verletzt, dass es schon ein Wunder ist, dass diese überhaupt noch lebt, wurde sie von einem geborstenen Holzbalken mitten durch den Körper aufgespiesst. Eine weitere Besondere?
So sehr mir schon der erste Teil gefallen hat, so hat der zweite Teil ein unwahrscheinliches Tempo mit sehr guten Wendungen, ohne Deus ex machina (oder vielleicht nur ein bisschen) aber egal, denn das tut der Geschichte und dem Plot nicht schaden.
Riggs schafft es gut und gekonnt, die Szenerie aufzubauen, sowohl in den Zeitschleifen, als auch in der Vergangenheit des Jahres 1940 und der tobende Krieg. Man kann förmlich die zerstörten Häuser sehen, das Wasser, was aus geborstenen Rohren auf die Straße sickert, die staubige Luft durch zerbrochenen Stein und Zement. Aufgerissenen Straßen und verängstigte Menschen, die umherirren, auf der Suche nach Schutz. Auch die besonderen Kinder, die zwar ihre unterschiedlichen Gaben haben, auch bei ihnen fühlt man förmlich die Angst, die Müdigkeit der Hetzjagd und den kaum mehr auszuhaltenden Hunger und den Willen, nicht aufzugeben und sich unter den Kindern ein immer größerer Zusammenhalt aufbaut und sie ihre Kräfte und besonderen Gaben bündeln.
Und so liest man Seite um Seite, Kapitel um Kapitel und mag einfach nicht aufhören zu lösen, weil man noch so sehr gespannt ist, aber auch neugierig, wie es weitergeht.
Zum Showdown kommt es in der Zentrale der Ymbrines in London, ein Gebäude, was ein dort lebendes, besonderes Mädchen, vollständig, von innen und außen hat einfrieren lassen, um Wigths und Hollows nicht auch noch die Zentrale zu überlassen, in die die Gegner auch schon eingedrungen waren.
Spannender, toller zweiter Teil der Trilogie rund um die Besonderen Kinder von Miss Peregrine, die auch in ihrer Gestalt als Vogel, eine andere Seite aufweist, als nur die liebende Beschützerin der Kinder. Ein Buch, wenn man sich in die Welt der Fantasie des Autors einlässt, wie in einem Strudel reingezogen wird und man einerseits nicht möchte, dass die letzte Seite des Buches zugeklappt wird, aber auch wissen will, was im dritten Teil "Die Bibliothek der besonderen Kinder" weitergeht.
Zu meiner Rezension, Informationen zum Autor und Filmtrailer zum ersten Teil geht es hier lang:
Ich bin ja schon ein wenig verwundert, wie lange doch die Stalker-Omas und Regelsatz-Gang gebraucht hat. Ja, ganze neun Tage, um dann doch den Blog zu finden und was kommt, "anonyme" Kommentare.
Ich dachte ja immer, Frauen hätten ein elegantes Wesen, eine gepflegtere Ausdrucksweise und weitaus bessere Umgangsformen, als man es den Männern nachsagt. Besonders die ältere Generation, die ja mit der schwarzen Pädagogik in christlichen und staatlichen Trägerschaften betriebenen "Bildungseinrichtungen" der Umgang mit Rohrstock, Gürtel, etc nicht zu kurz gekommen ist. Aber nachdem ich gestern mit großem Amüsement die Kommentare gelesen habe, wovon einer natürlich von Kerstin ist, denn das erkennt man an der Kennung und auch an dem Gossenjargon, hatte ich ja irgendwie nichts anderes erwartet, aber die andere Kommentatorin... also WOW! da hat Dein Kommentar ja richtig gesessen - nicht. Was sollte der bezwecken? Einschüchterung? Drohung? Beleidigung?
Ja, Du arme Kreatur, ich kann es mir so richtig vorstellen, wie Du da gesessen hast, den Beitrag gelesen hast, vor Wut schäumend und Dir der Sabber geifernd aus dem Mund geflossen ist, das Gesicht zu einer Fratze des Hass richtig hässlich verzerrt und puterrot. Und dann sowas? Ich meine, guckst Du dumme Nuss eigentlich mal auf die Rechtschreibung, BEVOR Du auf drückst?
Mensch, wer soll das denn verstehen? Oder sind einfach die Finger zu dick und zu viel mit Fett verschmiert, dass man nicht mal mehr richtig die Leertaste gedrückt bekommt? Oder war da einfach der Geifer auf Deiner Tastatur und der blinde Hass in Deinen Augen? Ich meine, Frau, was sollen diese Wörter heißen?
also irgendwie habe ich damit so meine Probleme, was Du ausdrücken möchtest. Vielleicht versuchst Du es einfach nochmal, dann schalte ich auch Deinen Kommentar gerne frei, denn meine Blogleser und Follower können schon erwarten, dass Sie auch die Kommentare verstehen.
Gerne gehe ich aber auf die Frage ein, ob ich mich schämen würde? Nein, wofür auch? Denn ich bin nicht eine alte Frau, die seit mehreren Monaten hinter einem deutlich jüngeren Mann herhechelt und sich ausschließlich mit mir befasst. Darüber sollte man sich mal Gedanken des Schämens machen, wenn man wie eine läufige Straßenhündin einen Mann nachläuft und nicht mal erklären kann, warum man es macht. Und Du solltest Dich vielleicht schämen, solche Kommentare zu verfassen, so als Biodeutsche. OK, solltest Du natürlich an einer Legasthenie leiden, dann entschuldige ich mich für den Anwurf und gebe Dir gerne den Ratschlag, sich an das Alpha-Telefon zu wenden. Du drohst mir, dass das Justiziabel sei? Nun, schauen wir doch mal in das Strafgesetzbuch der Bunderepublik Deutschland, Du justiziable Null und schauen mal, wie es da mit dem Verhalten der fetten Kerstin und der verkalkenden Jutta aussieht:
§236 StGB - Nachstellung
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einer anderen Person in einer Weise unbefugt nachstellt, die geeignet ist, deren Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen, indem er beharrlich * die räumliche Nähe dieser Person aufsucht, * unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu dieser Person herzustellen versucht.
§ 187 StGB - Verleumdung
Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Quelle: dejure.org
Und jetzt erkläre ich es Dir Schritt für Schritt, denn in Deiner Ausdrucksweise Deines Kommentars, gehe ich einfach mal von einer Zurückgebliebenheit aus.
Die Jutta hat sich von Kerstin instrumentalisieren lassen und läuft mir, bereits seit März in einer Art und Weise hinterher, dass man es schon Stalking oder auch Nachstellung nennen kann, denn auf gewisse Art und Weise sucht sie immer wieder meine Nähe auf und befasst sich mit mir. Im Grunde kann man auch sagen, dass Jutta die Drecksarbeit für Kerstin macht, da Jutta aber nicht sonderlich clever ist, merkt sie das nicht. Das Problem was Jutta hat, dass sie eben aus meiner damaligen Freundesliste nicht weiß, wer wirklich mit mir im realen Leben bekannt oder gar befreundet ist, also schreibt sie munter Dritte an und begibt sich da meist in den Straftatbestand der Verleumdung, denn sie weiß es ja nicht, dass das, was sie behauptet, den Tatsachen entspricht. Dumm an der Sache ist, dass eben die Freunde loyal zu mir stehen und den Unsinn, den Jutta so verbreitet, mir natürlich, zwecks Beweis, dies geben. Das ist ja eben das Fatale, wenn man sowas in sozialen Netzwerken verbreitet, es eben schriftlich fixiert ist. Wie auch wiederum Deine Nachricht, die ja nur so vor Beleidung triefen, was auch wiederum eine Straftat ist, denn:
§185 StGB - Beleidigung
Die Beleidigung ist ein Tatbestand des deutschen Strafrechts. Sie zählt zu den Ehrdelikten und ist im 14. Abschnitt des Besonderen Teils des Strafgesetzbuchs (StGB) in § 185 normiert. Die Strafnorm schützt die persönliche Ehre, indem sie Handlungen unter Strafe stellt, die einem anderen seine Ehre aberkennen. In Betracht kommen hierfür etwa Äußerungen, Gesten und Tätlichkeiten.
Merkst Du jetzt selber, das Du eine Tat vollzogen hast, die justizabel ist? Und das seinle Juttalein und die dicke Kerstin sowieso.
Es ist ebenfalls dumm, anzunehmen, dass Blogspot, als ein Produk von Google, Kommentare so anonymisiert, wie Du und Deine Kackweiber es vielleicht vermuten. Als Seitenadminstrator sehe ich sogar, wie oft ein Beitrag aufgerufen wurde, mit welchem Browser und Endgerät dies gemacht wurde und woher der Kommentator, der Bezug auf einen Kommentar kommt und wer der Kommentator ist. So reichte einfach nur ein Klick aus, um zu erfahren, dass die lächerliche Ü-50 Gang den Blogbeitrag in dem geheimen, aber doch nicht so geheimen Ratschgrüppchen eingestellt wurde und ebenso, wie Jutta dies doch auf ziemlich wirre Art und Weise zurückweist bzw. den Versuch unternimmt.
Und was also an meinem Beitrag wiederum so schlimm sein? Dass Jutta mir ihren Kram aufgedrängt hat, weiß sie selbst am besten und ebenso, dass ich ihren Kram auch wieder zurückgeschickt habe und dass ich weder in der Vergangenheit, Gegenwart oder in der Zukunft etwas von ihr halte, ist meine persönliche Meinung, die ich zum Ausdruck bringe und das ich eine Charakterisierung vornehme, nun das offenbahrt ja das Juttalein nun mal selber. Sie hätte sich den Beitrag, den bis jetzt sehr viele Menschen gelesen haben und noch lesen werden, ersparen können, wenn die alte Schachtel einfach mal Ruhe geben würde. Aber nein, ich bin ja noch immer in ihrem Leben so dermassen präsent, dass ich schon fast überlege, ob mir da nicht ein Stern am Walk of Fame am Ende noch gewidmet wird.
Und Deinen Ratschlag, den Beitrag zu löschen, komme ich ebenfalls nicht nach, denn wer, wie Du als Frau, sich nur im billigsten Jargon einer Straßenhure bedient, komme ich grundsätzlich und prinzipiell nicht nach, weil so Leute wie Du keinerlei Wert für mich haben.
Also, alte Trockenpflaume: Was ist Dein Problem? Das sich das Stalking von dieser alten nürnberger Hexe und dieser fetten Sau öffentlich mache? Das ist nämlich krank! Da sollten Du vielleicht mal lieber drüber nachdenken, mit was für Soziopathinnen Du Dich da abgibst.... denn gerade bei Kerstin, kannst Du sehr schnell selber ihr Opfer werden.
Nun, im letzten Absatz komme ich dann mal zu der Danksagung, denn ihr verrückten Weiber habt netterweise den Beitrag ja bei Facebook verlingt, was zur Folge hatte, dass der Beitrag auch entsprechend oft geklickt wurde und da es sich dabei um einen AdSense Beitrag handelt, bekomme ich für jeden Klick Geld. Und da der Beitrag sogar sehr oft geklickt wurde, ist es nicht mal wenig, was da bereits auf Abruf liegt. Mit den Kommentaren und Verhalten wolltet ihr mir einen reinwürgen, aus dem ich noch einen Gewinn ziehe.
Dann habe ich ja in der Navigation den Zähler; wie ihr seht, ist das ja auch nicht gerade wenig und Blogspot und Google läuft so, dass je häufiger ein Beitrag und ein Blog aufgerufen wird, rutscht dieser in der Suchmaschine immer weiter nach oben, denn Eure Namen nutze ich ja als Schlagwort für Google. Das heißt, gibt man also den vollen Namen der Jutta bei Google ein, Peng! wird der Blogbeitrag immer weiter nach oben rutschen, bis auf Platz Eins, was dann bedeutet, dass der Beitrag noch öfters gelesen wird. Klickt also weiter, denn dann werden mein Co-Autor und ich vielleicht noch in diesem Jahr "Blogger des Jahres". Aber gut, Frau Dr. Merkel meinte ja mal, dass das Internet Neuland sei, man sollte vielleicht nicht alles glauben, was man so hört. Das gilt auch bei den Sachen, die die dicke Kerstin aka Marie Bunker, aka Millie Flo, aka, Leela,... aka... und die demente Jutta so loslassen.
Aber Mädels, ich bin ja kein Unmensch und habe mich mal im Netz auf die Suche gemacht, was Euch vielleicht helfen könnte... schaut mal:
Da dachte ich ja schon, dass die Nummer mit der kriminellen Fakerin Kerstin, aka Millie Flo, aka Marie Bunker ihren Höhepunkt erreicht hat, aber dann wird man nach 6 Monaten doch immer wieder aufs Neue überrascht.
Persönlich finde ich ja lustig, wenn diese auf nett getrimmte Omma Jutta Popofickificki das Internet bis heute nicht so ganz kapiert hat und offenbar der falschen und irren Meinung ist, man würde ihre Dinge, die sie so schreibt, nicht einsehen können. Ich persönlich mag zwar kein Oldie-Shaming, aber in dem Fall sollte man vielleicht doch soziale Netzwerke und das Internet für alte Leute begrenzen, denn diese sind sich oftmals gar nicht darüber bewusst, dass sie mit Verleumdungen eine Straftat begehen. Neben der Verleumdung, wäre da ja auch noch das Nachstellen, was ebenso eine Straftat ist. Hat sich aber bis zur ollen Jutta offenbar noch nicht rumgesprochen.
Aber anderseits finde ich auch lustig, wie ich die alte Kuh beschäftige und auf Trab halte, dass sie immer noch so ein Interesse an mir hat, obwohl ich mir dann schon lieber etwas jüngeres und besser aussehendes gewünscht hätte, als so eine alte Schachtel, die offenbar dabei ist, zu verkalken. Vielleicht sollte ich auch die Stiftung von Uschi Glas "brotZeit e.V." darüber in Kenntnis setzen, welche geistig verwirrte Frühstückshelferin und "Ersatz-Oma" die sich da ins Haus geholt haben, denn es ist ja nicht auszuschließen, dass diese ihre Schützlinge irgendwann ebenso angeht und sich dabei in ihrem Wahn auch noch vorstellt, zu den Guten zu gehören. Wobei die Jutta ja eh schon jenseits von Gut und Böse ist.
Es ehrt mich auch, wie die sich ihren Vorstellungen hingibt und munter draus losfabuliert und vermutlich ihren eigenen Scheiß auch noch selber glaubt. Die dumme Nuss könnte ja hier das Kontaktformular bemühen und mir mal mitteilen, was sie eigentlich von mir will, aber vermutlich weiß die das selber nicht so genau.
Aber langsam dämmert es auch mir, denn sie hat mir ja mal ein Gemälde ihres Mannes, "in seinen düstersten Zeiten" aufgedrängt, wie auch uralte Kirchen-Gebetsbücher (dazu später mehr), die sie aber von mir zurückbekommen hat. Irgendwie hat sie nicht begriffen, dass ich nichts von ihr will und auch wenn sie mich mit ihrem Kram angechattet hat, hat sie mich meist mehr gelangweilt, als unterhalten.
Nun stellte das kleine Gemälde ein Gesicht da, mit dunklen, wirren Haaren, stechenden Augen, die nur mit tiefen, dunklen Farben kräftig dick umrandet waren und fast das ganze Gesicht einnahmen. Bedrohlich wirkte das Gesicht, könnte man so sagen, auch wenn ich jetzt nicht so der Kunstkenner bin.
Nachdem ich nun Juttas negative Seiten mehrfach mitbekommen habe, habe ich schwer die Annahme, dass ihr Rudi SIE gemalt hat. Sie mit ihrer dunklen, hinterhältigen und bösen Aura, die er in seiner Ehe ja zwangsläufig erkennen musste, denn ihr Verhalten und ihre negativen Charaktereigenschaften wird diese Frau ja schon immer gehabt haben und, so meine Vermutung, konnte er sich eben nicht anders ausdrücken, als dies in Bildern seiner Besorgnis Ausdruck zu verleihen. Vielleicht auch, um sein Umfeld damit etwas zu verstehen zu geben. Ich überlege eh, wie die Ehe mit so einer Frau sein muss, die nach außen hin die nette, spießige Fränkin darstellt, aber ein abgrundtief böses Inneres haben muss und von manchen Menschen wie besessen ist. Mit gutem Gewissen kann ich schon sagen, dass auch nach über sechs Monaten keinen Kontakt mehr mit diesem Frauenzimmer, sie nach wie vor von mir besessen ist, denn wer investiert schon so viel Zeit in jemanden, den man nicht kennt und der, wie ich, auch nie die Absicht hatte, sie überhaupt kennenzulernen, denn ich sah in ihr nicht die kleinste Schnittstelle.
Jedenfalls sah Rudi offenbar keinen anderen Weg, als zu sterben, um ihr zu entkommen. Vielleicht hat er ja versucht, sich von ihr zu trennen, aber so wie die mich stalkt und üble Nachrede betreibt, wird sie ihm vermutlich die Hölle auf Erden bereitet haben.
Anderen unterstellt sie ja gerne eine tiefe, gespaltene Persönlichkeit und fühlt sich dabei vermutlich noch erhaben, ist aber absolut nicht mehr in der Lage, ihr eigenes Verhalten zwischen "ich bin doch die nette Oma von allen" um aber in wenigen Sekunden zu einer Art zu schwenken, wo sich seinerzeit die DDR sicherlich drüber gefreut hätte, sie als Stasi-Mitarbeiterin zu gewinnen, was aber sicher an den Stimmungsschwankungen auf Dauer gescheitert wäre. Aber was sie so ablässt und die Art und Weise, kann man schon als konspirativ bezeichnen. Auf neudeutsch aber auch, dass die einen Alu-Hut so dermaßen eng sitzen hat, dass der schon regelrecht klemmt, denn das, was die sich zusammenphantasiert, trifft eher auf sie selber zu, als auf mich.
Vielleicht sollte sie selber mal in ihre Gebetsbücher gucken und lesen, statt sie mir damals aufzudrängen, aber wer weiß, vielleicht ist sie auch bei ihren Reisen nach Transsilvanien so vom Wahn angefallen worden, dass sich bei ihr eine histrionische Persönlichkeitsstörung manifestiert hat und sie denkt vielleicht, sie ein eine Nachfahrin von Vlad Draculea und kann deshalb die Gebetsbücher nicht anfassen und hat deshalb versucht, sie mir aufzudrängen 😜 (das war jetzt mehr ironisch gemeint) oder einfach nur, um sich bei mir einzuschleimen. Warum auch immer...
Ich dachte halt immer, alte Leute spielen Bridge oder Bingo und geiern nicht jungen Typen nach, so wie dieser Humandefekt, denn ich habe wirklich keinen Dunst, was die Pflaume eigentlich will.
Darum auch elendige Jutta: ich "schreibe mir nicht selber" wie Du in Deiner irren Phantasie behauptest. Es reicht doch völlig aus, dass DU über mich schreibst 😁
Ach ja und zu einem leckeren Kartoffelsalat, nimmt man nicht fertig frittierte Zwiebeln aus dem Supermarkt; die brät man selber vorher schön knusprig an. Dachte ja immer, Du wärst so ein Vorzeige-Muttchen und als Rentnerin hast Du doch auch Zeit, Zwiebeln zu kaufen, zu schälen, zu hacken und in gutem Öl anzubraten. Würde Dich auch mal von der Tastatur fernhalten und beim Anbraten der Zwiebeln kannst Du doch auch an mich denken... vielleicht kommen Dir dann auch die Tränen über Dein lächerliches Verhalten, was Deinem Alter nun wirklich nicht würdig ist.
Und da Du ja auch gerne liest und meine ehemalige Pinnwand mit Zitaten zugeschmiert hast oder mir diese auch per Privatnachricht hast zukommen lassen, habe ich auch mal was schönes für Dich rausgekramt:
"Jutta! Seiest Du tot oder lebendig, Du entkommst Deiner Strafe nicht! Nimm das Unglück, was ich Dir sende! Nimm es und vergehe daran, zerbrich daran und empfinde niemals mehr Trost in diesem und im nächsten Leben! Ich verfluche Dich bis in die Ewigkeit. Wo immer Du auch bist, lehnt Not und Unglück an Deiner Schulter. Und wenn Du Trost empfängst, so soll er Dir mit doppelten Leid wieder genommen werden."
Naja, die Frauke hat offenbar auch ein neues Hobby und schreibt neuerdings irgendwelche Kerle an. Könnte man jetzt auch sich so seine Gedanken zu machen, ihr gebe ich aber besser mal den Rat, ihre "bomba de insulina" besser einzustellen, denn Hypoglykämie verursacht u.A.:
'Bewusstseinstrübungen und Verwirrtheitszustände können auftreten. Gleichzeitig kann sich auch die Stimmungs- und Gefühlslage drastisch ändern - bis hin zu Aggressivität, Angstgefühlen oder Depressionen.' Quelle: Accu-Check
Das könnte Dein befremdliches Verhalten erklären. Daher einfach mal regelmäßiger den Blutzuckerspiegel messen, Dosierung des Insulins anpassen und regelmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen und Bewegung, Bewegwung, Bewegung und damit meine ich nicht nur die dicken Finger auf der Tastatur oder auf dem Kameraauslöser, um gefangene Tiere zu knipsen. Hilft auch gegen Übergewicht. Eventuell auch mal wieder ein Besuch beim Diabetologen. In Düsseldorf vielleicht 😛
Und der moralische Peter.... der sollte sich vielleicht mal lieber um sein eigenes Doppelleben kümmern, statt um das Leben von anderen....
So wahnsinnig wie es eigentlich ist und so lustig, wie es sich liest, ich finde es halt total aufregend, wie so ein Haufen Boches sich mit mir beschäftigen und wie wichtig ich offenbar für die geworden bin, dass sie kaum noch was anderes denken. Ich bin so omnipräsent in deren Leben, wie ein Nachtmahr oder ein Aufhocker und das auch noch vollkommen unfreiwillig. Eigentlich kennt man ja sowas nur von Stars und Groupies, die einen übertriebenen Fan-Kult betreiben.
Und wenn die sich nur ihre konspirativen Ideen hin und her schreiben und so ihr kleines, verlogenes Weltbild zusammenzimmern, tauchen meine U-Boote wieder in die sozialen Netzwerke ein und sammeln die neuen Auswüchse dieser offenbar gelangweilten Ü-50er oder besser gesagt, falschen Fünfziger.
Denkt immer daran, die Nautilus sieht alles, hört alles und weiß alles und ist dennoch in den Tiefen sicher veborgen. Euch einen schönen Tag....
Einen marcellinischen Satz bekommt ihr dann auch noch mit auf den Weg, da ihr mich ja so sehr vermisst:
"Das Aufstehen, ist das Zweithärteste an jedem meiner Morgen"
Disponibilidad: Libro, libro electrónico, libro audio
ISBN: 978-8427900301
Precio: € 12,00 (tapa blanda)
Klappentext:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …
Rezension:
Ich liebe es, durch Buchhandlungen zu streifen, auf der Suche nach neuer Lektüre und gehe meist an den Mainstreams vorbei und lande meist entweder in der Jugendbuchabteilung, Mittelalterromane oder Fantasy. Da ich manchmal etwas hinterherhänge, ist mir gar nicht aufgefallen, dass das Buch, was meine Aufmerksamkeit erregte, eigentlich ein Weltbestseller ist, aber schon ein paar Jahre her ist. Aber egal. Mich faszinierte das Cover und der Klappentext in der spanischen Ausgabe, sowie die im inneren befindlichen Fotografien aus der Vergangenheit, die den Anschein erwecken, dass es sich um eine reale Geschichte handelt. Ein bisschen nahm ich an, dass es in die Richtung des Filmes "Freaks" aus dem Jahr 1932 geht oder die Staffel von "AHS American Horror Story "Freakshow". Aber weder handelt es sich um eine Dokumentation, noch um einen Wanderzirkus des letzten Jahrhunderts, die "Freaks" sammeln, um diese auszustellen, sondern es geht in dem Buch in eine ganz andere Richtung.
So muss der 16-jährige Jacob seinen im Sterben liegenden geliebten Großvater im Dickicht finden, der ihm einen letzten Auftrag gibt, den Vogel auf der Insel zu finden. Im Dickicht des Waldes, sieht Jacob ein Wesen, was aber niemand sonst sieht, auch nicht sein Freund, der sich mit auf die Suche nach dem Großvater von Jacob begeben hat. Heimgesucht von Albträumen und das Ausräumen des großväterlichen Haus, wo er Schritt für Schritt seinen Großvater aus einer anderen Perspektive kennenlernt, die Jacob aber nicht versteht und droht, verrückt zu werden, schicken die Eltern ihren Sohn Jacob zu einem Psychiater, um seine Ängste zu lösen. Eine Besserung scheint nicht wirklich in Sicht, was auch Jacob merkt und so lügt er den Therapueten und seine Eltern an, das er auf dem Weg der Besserung ist, ihm aber ein Urlaub sicherlich gut tun würde. Sein Ziel ist eine kleine Insel bei Irland, zu der sein Vater, der ein erfolgloser Autor ist und ein Buch über Vögel schreiben möchte, einwilligt und seinen Sohn begleitet.
Nach einer Flug- und Schiffsreise landen Vater und Sohn auf der eigentlich so langweiligen Insel in den irischen Gewässern, in der es mehr regnet und kalt ist. Ein Inhaber des kleinen Museums in einer ehemaligen Kirche erzählt dieser Jacob die Geschichte um die Moorleiche, in der Hoffnung, etwas von dem Waisenhaus zu erfahren, wo sein Großvater in der Kriegszeit vor den Nazis als kleiner Junge geflüchtet ist und Schutz gefunden hat. So erfährt er, dass das Haus zum Ende des Krieges ausgebomt wurde und sein Großvater der einzige Überlebende war, der dann die Insel richtung Festland verlassen hat.
Jacob findet das Haus hinter den Sümpfen, von der Welt vergessen und doch voller Erinnerungen der damaligen Bewohnern.
Über Umwege findet er ein Hügelgrab in dem Moor, in dem ein Mädchen verschwindet. Kann dieses Mädchen ihm was zu dem Haus sagen? Ist sie gar eine Bewohnerin?
Jacob folgt dem Mädchen in das Hügelgrab und steigt auf der anderen Seite wieder aus, jedoch nicht in dieser Welt, sondern in einer ihm fremden Welt, auch wenn die Insel die gleiche ist, die Umgebung ebenso, doch das Haus ist keine verfallene Bruchbude, sondern ein schönes und gepflegtes Herrenhaus in einem parkähnlichen Gelände, in dem Kinder spielen und neugierig den neuen Ankömmling begrüßen.
Die Hausherrin, Miss Peregrine offenbart ihm, dass sein Großvater hier in der Kriegszeit zuflucht gefunden hatte, dass die Kinder besondere Kinder sind, so kann ein Mädchen aus ihren Händen Feuer entzünden, ein Junge, in dessem Bauch Bienen leben und diese ihn beschützen, ein unischtbarer Junge, ein Mädchen leichter als Luft, ein anderes Mädchen herausragend stark, sowie ein kleines Mädchen mit einem Hintermund am Hinterkopf, sowie weitere, eher stillere Bewohner und das Miss Peregrine eine Zeitschleife gelegt hat, um die Kinder zu beschützen, doch werden die Kinder nicht älter und durchleben mehr oder weniger jeden Tag den gleichen Tag, bevor die Fliegerbombe das Haus traf.
Besondere Kinder leben aber nicht sorglos in der Zeitschleife, denn etwas Böse stellt ihnen nach, etwas Böses, was sich von den Kindern ernähren will, um selbst zu überleben und nur die Linie Jacobs ist in der Lage, dieses Böse zu sehen und zu erkennen, was Jacob unwissentlich in die Nähe des Hauses gelockt hat. Ein Wettlauf mit der Zeit, zwischen den Zeitschleifen beginnt und Jacob muss eine Entscheidung treffen, die sein Leben vollkommen verändern wird...
Und hier endet auch der Inhalt, denn Ihr sollt Euch für das Buch entscheiden und es lesen (oder anhören).
Die zweite Publikation von Ransom Riggs ist ein gelungenes All-Age-Buchreihe und eine tolle Fantasy-Mischung, Jugendbuch und Abenteuerroman. Die Figuren sind sehr gut herausgearbeitet und man lernt die Charaktere sehr gut kennen. Besonders Jacob ist sehr toll rausgearbeitet, als ein Jugendlicher, der noch nicht so genau weiß, was er im Leben will, außer seinem langweiligen Leben irgendwie zu entkommen, in der seine Familie mütterlicherseits, reiche Drogieremagnaten von Florida, der die Kette mal übernehmen soll, worauf Jacob aber keine Lust hat und schon in seinem Sommerpraktikum die Fililalleitung mit Tollpatschigkeit und absichtlichen Missverstehen nervt, aber nicht entlassen werden kann. Lediglich sein Großvater ist anfänglich der, der ihn aus der Langeweile immer wieder rausholt.
Auch die Liebe der Pubertät kommt dabei nicht zu kurz, denn zwischen Jacob und Emma beginnt eine langsame, zarte Liebe auf der Insel, die nicht gerade einfach ist, denn Emma war mit Jacobs Großvater vor der Zeit der Zeitschleife zusammen. Darf man mit der Geliebten des Großvaters, die aber nicht gealter ist, eine Liebesbeziehung beginnen? Hier greift Riggs jedoch nicht in den Teenie-Kitsch, sondern nähert sich der Romanze mit Bedacht und all den damit verbundenen Komplikationen und Schüchternheiten, zwischen der Liebe und der Zurückweisung.
Auch alle anderen Charakteren, sowohl die vor- wie auch hinter der Zeitschleife sind ebenso gut rausgearbeitet und glaubwürdig in ihrer Darstellung. Schon mit Jacobs Vater, dem erfloglosen Autor, der so gerne den großen Wurf landen möchte und doch immer wieder an seiner Sprunghaftigkeit scheitert, da möchte man glatt Mitleid haben.
Auch die Szenerie ist toll umgesetzt, das kühle, nasse Wetter, das satte grün, die von der Hauptinsel Irlands vergessene, kleine Insel, die nur Strom durch Generatoren für bestimmte Zeit zur Verfügung haben, die einfachen Bewohner, die meist durch den Fischfang leben, der schofelige Pensions- und Wirtsbesitzer in der runtergekommenen Spelunke "Priests Hole", wo man eigentlich lieber nicht absteigen möchte, man aber keine andere Wahl hat.
"Die Insel der besonderen Kinder" ist ein schöner, flüssiger Schreibstil, der sich nicht mit Nebensächlichkeiten und Nebenschauplätzen aufhält, wenn man mal von den Zeitsprüngen der Zeitschleife absieht, die aber in den Plot reingehören und auch sehr gut reinpassen, ohne das man als Leser den Überblick verliert und damit fällt es einem schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Man fiebert einfach mit Jacob, wie es weitergeht.
Wer also logisch aufgebaute Fantasie mag und sich in die Welt der Besonderen Kinder entführen lassen möchte, die nicht irgendwelche Superhelden sind, sondern Kinder die nur etwas haben oder können, ohne sich etwas darauf einzubilden und mit ihren Gaben nicht prahlen, sondern sich der Gefahren außerhalb der Zeitschleife bewusst sind, aber ebenso die Erfahrungen, als Kinder in der Vorkriegszeit in deren Realität von der Gesellschaft verstossen worden zu sein und sich nur sicher in der Zeitschleife zu sein, ohne die Möglichkeit, die Welt kennenzulernen, sich zu verlieben und Dinge zu erleben; wenn Jacob diesen von Internet, Computer und Handy erzählt, so schwingt auch eine gewisse Tragik und Melancholie durch das kleine Paradies, was Miss Peregrine geschaffen hat.
Wer jetzt zuerst den Film sieht oder Vergleiche anstellt, ja, die Rahmenhandlung ist selbstverständlich da und auch die Charaktere, jedoch sind diese anders aufgeteilt und mit etwas anderen Rollen besetzt, so ist hier der Unterschied der, dass die zarte Liebe zwischen Jacob und dem Mädchen, was leichter als Luft ist, anbadelt und nicht mit Emma, die Feuer aus ihren Händen heraufbeschwären kann. Filmisch sind auch die Gaben weiter herausgearbeitet, um visuell umgesetzt zu sein; im Buch werden die Gaben und Besonderheiten langsamer offenbart, da es auch eine dreiteilige Serie ist. Daher empfehle ich, beides nicht zu sehr zu vergleichen und einfach das Buch zuerst lesen und sich dann den Film ansehen, wenn man eine visuelle Unterstützung haben möchte.
Mir hat das Buch so sehr gefallen, dass ich mir schon nach der Hälfte des Lesens, auch die beiden anderen Teile gekauft habe.
Und nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen... wenn Ihr mögt.
Hinweis:
Ich habe das Buchreihe auf Spanisch, daher kann es, aufgrund von Übersetzungen einige Abweichungen geben und die Rezensionen von Band 2 und 3 werde ich Euch auch nicht vorenthalten.
Über den Autor:
Ransom Riggs wurde 1979 in Maryland (USA) geboren und ist Autor, Filmemacher und Fotograf.
Folgeromane:
- Die Stadt der besonderen Kinder
- Die Bibliothek der besonderen Kinder
Verfilmung:
Der erste Teil des Buches wurde von 20th Century Fox in abgeänderter Form verfilmt. Regie führte hierzu kein anderer, als der Meister der Fantasy, Tim Burton.
1897 im viktorianischen England: Die vom renommierten Observatorium in Ottershaw beobachteten gewaltigen Explosionen auf dem Mars und der kurze Zeit später erfolgte Absturz eines massiven Meteoriten auf die Horsell-Heide waren nur die Vorboten einer großangelegten Invasionder Marsianer, der sich die Welt plötzlich unvorbereitet gegenüber sah...
Klappentext:
CD 2:
Der Kampf um die Herrschaft auf der Erde geht weiter und wird immer erbitterter von den Mars-Leuten geführt! Julian trifft in den brennenden Trümmern auf einen traumatisierten Hilfsprediger, der in der zerstörten Welt zu seinem einzigen Verbündeten wird...
Handlung:
Marsianer greifen auf dreibeinigen Kampfmaschinen das Königreich England und die Welt an, denen das Militär hoffungslos unterlegen ist und muss hilflos zusehen, wie die Städte zerstört werden. Aufgrund des nicht angepassten Immunsystem der Marsianer, werden diese durch irdische Bakterien vernichtet.
Rezension:
Die diesjährige, kurze Sommerpause von Titania Medien ist nun durch und so können wir Hörspielliebhaber_Innen uns wieder auf monatliche Episoden aus der Reihe Gruselkabinett freuen und den Auftakt macht im Monat August "Der Krieg der Welten".
Mit der Doppelfolge 124/125 "Der Krieg der Welten", beschließt vorerst Titania Medien den Zyklus von H.G. Wells.
"Der Krieg der Welten" dürfte mit eins der bekanntesten Stücke von H.G. Wells sein, was in Deutschland im Jahr 1901 erschienen ist.
Viel Aufmerksamkeit bekam das Sück dann im Jahr 1938 als Hörspiel, als dieses von den Mercury Theatres mit Orson Wells als fiktive Reportage umgesetzt wurde und in die damalige Zeit versetzt, sowie auch einige filmische Auflagen, die dann auch immer in der jeweiligen Zeit angesiedelt wurden. Besonders zwischen 2005 und 2013, wo es mehrere Filme gab.
Ich denke, kaum einer kann sich dem entziehen, so gibt es eben die filmische Umsetzung, Zeichentrickfilme, ebenso als Serie und diverse Hörspiele und ebenso als Hörbuch. Umso spannender ist es dann auch für mich, wenn bereits bekannte Vorlagen bereits umgesetzt wurden und Titania Medien diese neu aufgreift.
Man ist es ja von Titania Medien gewohnt, dass die meisten Hörspiele sehr ruhig erzählt werden, ohne dass dabei die Spannung langweilig wird aber bei "Der Krieg der Welten" wird es doch zum Teil sehr laut, besonders dann, wenn die Marsianer das Feuer eröffnen. Aber ich kann meinen Hörspielliebhaber_Innen versichern, dass es nicht trashig laut wird, sondern perfekt in die Szenerie eingebettet.
Ebenso die Sprecher laufen zur Bestleistung auf und man meint, sie erleben die Szenerie gerade hautnah. Verwunderung, Skepsis und nackte Angst und das Rennen um das eigene Leben bzw. Überleben und das macht das Hörspiel und seine Umsetzung wieder so besonders, auch wenn es aus dem klassischen Rahmen des Gruselkabinetts zwar herausfällt, so reiht es sich doch mit der literarischen Vorlage wiederum sehr gut in die Serie ein, denn nur die Vorstellung der Vorlage ist ja der eigentliche Horror.
Längere Passagen und Längen gibt es in dem Hörspiel nicht und auch in den Phasen der Erschöpfungen der Sprecher durch die Szenerie, sind diese absolut keine Längen, sondern sind sehr trefflich in die Situation eingebunden. Auch die Sprechleistungen sind ausgezeichnet, nervös und hektisch, wo es erforderlich ist, ohne dabei sich zu überschlagen oder eine übertriebene Dramatik in die Stimme zu legen.
Hier ist Marc Gruppe und Stephan Bosenius wieder der ganz große Wurf gelungen, mit einer perfekten Umsetzung eines Klassikers, trotz Kürzungen der literarischen Vorlage, so werden aber keine unnötigen Nebenschauplätze aufgebaut. Schon zu Beginn ist die Spannung da und das Hörspiel beginnt mit viel Tempo und ja, als jemand, der seit Jahren Hörspiele sammelt, habe ich es selten erlebt, dass Produktionen die gesamte Laufzeit die Spannung so hochhalten, was auch der perfekten Besetzungen der Sprecherinnen und Sprecher und deren Verdienst ist.
Mein Tipp zu "Der Krieg der Welten" ist, sich entspannt zurücklegen und die 107 Minuten Ohrenkino geniessen, denn ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass dieses perfekt umgesetzte Hörspiel es sehr weit nach oben in den Verkaufslisten auftauchen wird und sicher auch verdiente Preise erhalten wird und wir können dann sagen, dass wir es schon haben.
Die Vorschau auf September ist wieder ein Klassiker und diesmal von dem Meister des gepflegten Horrors H.P. Lovecraft "Kalte Luft" und da wird es wieder schaurig und gruselig.
Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte.
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Rezension:
Bei einem Ausflug in die Shoppingwelt durfte natürlich auch ein Abstecher bei einem Buchhändler vor Ort nicht fehlen. Gesagt getan, raus aus dem Trubel der Kauflustigen, rein ins Lesevergnügen. Völlig ohne bestimmte Kaufabsicht, bin ich im Stöbermodus durch die Regale geschlendert und bei diesem Exemplar hängengeblieben. Ein Griff, Klappentext gelesen, schön entspannt vor Ort ein paar Seiten gelesen und direkt das Exemplar gekauft. Die Rezension hat mich vor eine kleine Herausforderung gestellt. Warum das so war? Weil dieses Buch polarisiert, auf mehreren Ebenen und mich beeindruckt und bewegt hat, sodass es herausfordernd war, es angemessen zu rezensieren. Aber eins nach dem anderen.
Die erste Besonderheit ist, dass dieses Buch nicht in dem Sinne in Kapitel gegliedert ist, sondern in Tage. A ist bei Beginn des Buches mittlerweile ca. 16 Jahre alt und wacht jeden Tag in einem anderen Körper auf, der auch 16 Jahre alt ist. Er wechselt also nicht vom 16 jährigen in einen 60 jährigen Körper. Man weiß nicht, ob A männlich oder weiblich ist, oder ob er (ich nenne ihn der Einfachheit halber mal er und assoziiere A mit einer männlichen Person) es selber weiß, da er seit dem Beginn seiner Erinnerungen als Kind bereits jeden Tag in einem fremden Körper aufwacht. In diesem Körper bleibt er dann für einen Tag, bis Mitternacht und kann die wichtigsten Erinnerungen der Person, in der er „steckt“, wie Informationen abrufen, um sich so für einen Tag mit dem Leben des jeweiligen zurechtzufinden, ohne Spuren zu hinterlassen, ohne sich auf etwas einzulassen. Derjenige, in dem A steckt, bemerkt nichts davon. Für ihn ist es ein Tag, wie jeder andere auch. Und so nimmt David Levithan den Leser direkt und ohne große Umschweife mit in das Leben des A. Beginnend mit dem Tag 5994 (wenn man das in Jahre umrechnet, kommt man auf 16 Komma und ein paar zerquetschte 😊 ) findet sich A in Justins Körper wieder. Was A jedoch nicht weiß, dass dieser Tag sein Leben komplett auf den Kopf stellen wird und sich alles verändern wird. A verliebt sich in Justins Freundin Rhiannon und das stellt sein bisheriges einsames Leben, komplett auf den Kopf.
David Levithan hat einen recht lockeren Schreibstil, der es einem einfach macht, die Zeilen zu verschlingen und obwohl dieses Buch in die Kategorie Jugendbuch fällt, so ist es doch viel mehr als das. Er stellt seinen Protagonisten, wobei man dort eigentlich von mehreren sprechen muss, authentisch und tief dar und die Idee hinter der Geschichte, die er aufgebaut hat, finde ich genial. Zum einen könnte man die Grundidee dem Bereich Phantasy zuordnen, rein Phantasy ist es aber nicht ausschließlich. Die Liebesgeschichte zwischen A und Rhiannon gehört wohl zu dem Genre Roman, ein einfacher Roman ist es aber nicht. Mal ist A ein schwarzer, mal weiß, mal beliebt, mal dick, mal dünn, mal schwul, hetero oder lesbisch, depressiv mit suizidialen Gedanken, in all diese Merkmale, die einen Menschen ausmachen, nimmt der Autor den Leser mit und man stellt sich oft die Frage, was ist ein Mensch und macht ihn aus und wie gehen wir miteinander um bzw. sollten miteinander umgehen.
„Erst in den Feinheiten wird es kompliziert und kontrovers – wenn die Mehrheit sich schwertut anzuerkennen, dass wir achtundneunzig Prozent miteinander gemeinsam haben, ganz gleich, welcher Religion, Rasse oder Geschlecht wir angehören und woher wir kommen. (…) Aus unerfindlichen Gründen konzentrieren wir uns gern auf die zwei Prozent, in denen wir uns unterscheiden, und daraus resultieren die meisten Konflikte in der Welt.“ (S. 101)
Und so findet man sich mit einem Buch in den Händen wieder, welches ein Potpourri aus verschiedenen Themen und Genres aufbaut, aber dennoch stimmig im Plot ist und sehr viel tiefgründiger, als ich es während des Lesens teilweise dachte.
Ehe ich mich versah, hatte ich mich mit der Identifikationsfigur A verbunden. Der Autor beschreibt die Gefühle und Gedanken sehr genau, ohne aber dabei kitschig zu wirken. Man ist so nah in der Geschichte drin, hat aber dennoch die Möglichkeit von außen einen Blick auf alles werfen zu können. Zwischendurch hätte ich mir am liebsten einige Textzeilen markiert, um sie festzuhalten und immer wieder zu lesen. David Levithans Schreibstil geht mitten ins Herz und ich habe manchmal kurz inne gehalten und über das gerade gelesene nachgedacht.
Zu Anfang der Geschichte, bekommt man einen relativ besonnenen Blick auf das Leben von A und wie es sich für ihn gestaltet. Es scheint, als hat er sich mit seiner Einsamkeit abgefunden. Er ist zwar unter Menschen, aber niemals kann er er selbst sein. Es gibt keine Beständigkeit für ihn. Er ist in familiäre Bande verwoben, aber immer nur für einen Tag und niemals in seine eigenen. Er weiß, dass er alleine ist, was für uns „Normalsterbliche“ selbstverständlich ist, all das hat A nicht. Er kann niemals Bindungen aufbauen, da nichts für ihn beständig ist, hat keine eigene Familie, keine Freunde, nichts und so scheint es, als habe er sich damit abgefunden, dass es dies für ihn nicht gibt und ist davon überzeugt, dass er dem Universum egal ist.
„Ich bin Treibgut, und so einsam das mitunter sein kann, es ist auch enorm befreiend. Ich werde mich niemals über jemand anderen definieren. Ich werde nie den Druck von Gleichaltrigen oder die Last elterlicher Erwartung spüren. Ich kann alle Teile eines Ganzen betrachten und mich auf das Ganze konzentrieren, nicht auf die Teile. Ich habe gelernt zu beobachten, weit besser als die meisten anderen Menschen. Die Vergangenheit setzt mir keine Scheuklappen auf, die Zukunft motiviert mich nicht. Ich konzentriere mich auf die Gegenwart, denn nur in ihr ist es mir bestimmt, zu leben.“ (S. 15)
Das ändert sich jedoch, als er sich in Rhiannon verliebt. Er wirft seine Prinzipien über Bord, keine Spuren zu hinterlassen und verspürt das Verlangen nach Beständigkeit, ist aber hin und her gerissen, denn wie soll es funktionieren, wenn man nicht weiß, wer man am nächsten Tag ist, in welchem Körper man steckt, ohne sich an etwas orientieren zu können und ist es möglich, dass ein Mensch, dass Rhiannon ihn lieben kann. Er, der so gestaltlos ist, jeden Tag körperlich jemand anders, im Inneren aber zugleich so beständig ist.
Kritiker mögen bemängeln, dass in der Geschichte nicht jede Frage beantwortet wird: Warum A so ist, warum er immer in gleichaltrigen Körpern steckt... Darum geht es aber im Grunde in der Geschichte nicht und die Beantwortung dieser Fragen ist für den Plot eigentlich irrelevant.
Und weil das Buch an sich eine Besonderheit ist, so stellt auch das Ende eine Besonderheit dar. Eigentlich ist es ein Abschluss, ließe aber möglichen Handlungsspielraum für eine Fortsetzung offen. Ich möchte aber nicht zu viel vorweg nehmen, liest selbst, wenn ihr mögt 😉
Ich kann nur für mich sagen, dass mich der Roman gefesselt hat und ihn ein einem Rutsch durchgelesen habe, um zu erfahren, wie es mit A weitergeht. Wer ist A am nächsten Tag? Was wird er dort erleben? Finden er und Rhiannon zusammen oder nicht? Ja, es ist eine Teenieromanze, aber in der Gesamtsumme ist David Levithan in meinen Augen eine Meisterleistung geglückt, der Plot für mich ein kleines Juwel und ich kann nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Es lohnt sich dieses Buch zu lesen. Daher wünsche ich euch viel Spaß dabei und verbleibe mit dem schönen Zitat, welches im Grunde die Kernaussage darstellt:
„Wenn man ins Universum starrt, ist sein Mittelpunkt nur Kälte. Und Leere. Letztendlich sind wir dem Universum egal. Dem Universum und der Zeit. Deswegen dürfen wir einander nicht egal sein.“(S. 392)
Über den Autor:
David Levithan, geboren 1972, ist Verleger eines der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in den USA und Autor vieler erfolgreicher Jugendbücher. Unter anderem „Will &Will“ (gemeinsam mit John Green) und „Two Boys Kissing“. Sein Roman „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 in der Kategorie Jugendjury. Er lebt in Hoboken, New Jersey.
Folgeromane*:
„Letztendlich geht es nur um dich“
*Dieses Buch stellt laut Klappentext die obige Geschichte aus der Sicht von Rhiannon dar.