jueves, 20 de abril de 2017

Titania Hörspiel als Bühnenstück ab 29. April 2017




Ein Wintereinbruch in den Karpaten hindert Serge d'Urfe an der Fortsetzung einer Reise. Im Haus der Familie des alten Gortscha findet er Schutz vor den Wölfen und Gefallen an der schönen Zdenka. Der Hausherr selbst ist vor Tagen aufgebrochen, um den berüchtigten Vampir Alibek zu töten. Zuvor hatte er seiner Familie eingeschärft, ihn keinesfalls mehr einzulassen, wenn er nach einer festgelegten Frist komme, da er dann selbst zum Vampir geworden sei. Mit Ablauf der Frist begehrt Gortscha Einlass in sein Haus...


Ein heißer Tipp für Rheinländer:

Am 29. April feiert in Leverkusen in der Festhalle Opladen die Bühnenversion von "Die Familie des Vampirs" an Marc Gruppes Heimatbühne, der Volksbühne Bergisch Neukirchen, Premiere!
Weitere Vorstellungen folgen am 30. April, 5. und 6. Mai!
Karten und Infos gibt es hier:
 http://www.vbnlev.de/fruehjahrsstueck


miércoles, 22 de marzo de 2017

Gruselkabinett Folge 109: "Heimweh"



Heimweh

Autor: Per McGraup
Label: Titania Medien
Genre: Hörspiel, Schauerromantik, Geistergeschichte
Laufzeit: 64 Minuten
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5251-7

Klappentext:


London 1933: Alwyne und Colin Hargreaves, das Ermittler-Duo aus „Heimgesucht“ und „Heimgekehrt“, reisen in ihrem dritten Abenteuer zu einem Kongress nach Kalifornien. Im berühmten viktorianischen Hotel del Coronado kommt ihnen sehr zugute, dass sie bereits weidlich Erfahrung mit Geister-Erscheinungen haben


Handlung:

Die Eheleute Alwyne und Colin Hargreaves reisen mit ihrer kleinen Tochter nach Kalifornien, in das von ihrer Tante empfohlene Hotel del Coronado.
Dort angekommen, werden sie von dem freundlichen Personal empfangen und bekommen ein Zimmer zugewiesen. Alwyne spürt kurz nach Betreten des zugewiesenen Zimmers, dass mit dem Zimmer etwas nicht stimmt. Als ihre kleine Tochter nach der langen Reise noch badet und etwas sieht, was nur diese sieht, ist das Ermittlerfieber erwacht, nicht ahnend, was für eine Tragödie sie bei ihren Ermittlungen und Befragungen des Hotelpersonals und Geschäftsleute aus der Region, sie aufdecken werden.
Was geschah in dem Zimmer, dessen Nummerierung im Laufe der Zeit geändert wurde?


Rezension:

Das 109te Hörspiel ist eine weitere Geschichte der Ermittler Collins, wo es aber nicht zwingend nötig ist, die beiden vorherigen Episoden "Heimgesucht" (Gruselkabinett Folge 83) und "Heimgekehrt" (Gruselkabinett Folge 89) zu kennen, da jede Geschichte eine in sich geschloßene Handlung hat und eigenständige Geschichten sind (wobei die beiden Folgen ebenso empfehlenswert sind).
Begonnen wird mit einem Telefonat der doch etwas nervigen Tante und Alwyne vor der Abreise. Nervig meine ich jedoch nicht damit, dass es mich genervt hat, sondern Alwyne die schrullige Tante von Collin nur zu gerne abwimmeln möchte und man spürt regelrecht, wie sie ihren Mann innerlich verflucht, dass ihre Tochter ihn nicht auffinden kann, damit dieser das Telefonat übernimmt.
Hier ist die Dialogregie ganz großes Kino und in jedem Satz ein verbaler Schlagabtausch der beiden unterschiedlichen Frauen. Tante Marylin mit ihrer britischen Arroganz und desinteressierter, geheuchelte Fürsorge, die nur der Neugierbefriedigung dient und der deutlich jüngeren Alwyne, die eine fortschrittliche Frau ihrer Zeit ist und die mit den Attitüden nicht viel anfangen kann und das Telefonat so schnell wie möglich beenden möchte.
Die für das Jahr 1933 sicherlich lange und beschwerliche Reise von London nach Kalifornien gibt es kein Kapitel, sondern setzt erst wieder da an, als die Eheleute Hargreaves an der Rezeption des Hotels del Coronado einchecken und ab da an beginnt die Geschichte, im bekannten Stil der für Gruselkabinett typischen Schauerromantik rund um die mysteriöse Kate Morgan, die vor einiger Zeit nicht nur Gast in dem Hotel war, sondern auch das Zimmer der Hargreaves belegte und offenbar etwas von den Eheleuten möchte.
Nachdem sich Kate der kleinen Tochter beim Baden gezeigt hat und auch nachts besonders Alwyne schwer zu schaffen macht, gibt es für die Collins kein Aufhalten mehr. Gemeinsam abgesprochen und jeder getrennt für sich, befragen sie das Hotelpersonal und die in der Nachbarschaft liegenden Geschäftsleute eines Waffengeschäfts, wer diese Frau war, die offensichtlich zu tode gekommen ist, aber keine Ruhe findet.

Der Erzählstil des Hörspiels ist sehr ausgeklügelt, denn bei den Befragungen der unterschiedlichen Charaktere, wurden nicht nur die Dialoge mit Umgebungsgeräusche der jeweiligen Location aufgenommen, sondern die Befragten erzählen ihre Wahrnehmung von Kate, wo man dann vom Erzählten in die Situation der damaligen Handlung 'springt'. Sowohl bei dem Rezeptionisten und Hotelpersonal, wie auch bei der Befragung der Eheleute Chick, die ein Waffengeschäft betreiben. Dies hat den Vorteil, dass man die Beweggründe und originalen Verhaltensweise von Kate kennenlernt.

Besonders für das Einsprechen der Hauptrolle von Kate Morgan durch die in Düsseldorf lebende Schauspielerin und Hörspielsprecherin Janina Sachau sollte man schon ds Hörspiel anhören. Sie holt den Hörer regelrecht ab und nimmt einen mit in ihre Gefühlswelt. In jedem und damit meine ich wirklich jeden Satz spürt man die Schwermut, ein dunkler Mantel, der sich um diesen Charakter legt, zwischen aufgegebenen Desinteresse und verzweifelter Depression, wenn sie immer wieder an der Rezeption nachfragt, ob Post für sie angekommen ist und sie einfach nicht verstehen kann, dass die so ersehnte Post nicht angekommen ist. Die freundliche Erklärung des Rezeptionisten, der ihr anbietet, sie sofort zu unterrichten, wenn die ersehnte Sendung ankommt; diese aber von Kate abgeblockt wird und darauf besteht, später oder am Folgetag erneut nachzufragen, ebenso den Kauf einer Handfeuerwaffe bei den Chicks, ist nicht nur eim Hörgenuß, sondern geht unter die Haut.
Ebenso die Stimme von Stephanie Kellner, die Alwyne Collin spricht, die den verzweifelten Schmerz von  Kate hört und ihre Tragik spürt, wenn Kate nachts weint, etwas sucht, was sich nicht finden lässt und die Vezweiflung sich auf Alwyne überträgt, möchte man ihr am liebsten beruhigend zusprechen.
Auch wenn es eine Geistergeschichte ist, ist es jedoch keine der 'bösen' Geistergeschichten, sondern eine tatsächliche Schauerromantik und Melodram, so dass der Gruselfaktor geringer ist und das Suspense in den Vordergrund rückt, was auch die Kulisse eines viktorianischen Hotels in Kalifornien hervorhebt. Man sieht vor dem geistigen Auge die schweren Teppiche, geschlungene, große Freitreppen aus edlen Stein, viel Messing und Mahagoniholzvertäfelungen.

Wer jetzt nach der Vorlage, dieser Geschichte sucht, weil Titania Medien literarische Vorlagen vertont, dem kann ich verraten, dass diese Geschichte nicht auf einer literarischen Vorlage aus dem letzten oder vorletzen Jahrhunder basiert, sondern aus der Feder des Mitinhabers Marc Gruppe stammt, da Per McGraup sein Anagram für diverse Vorlagen für Hörspiele ist. Somit sind diese Hörspiele, da sie nicht auf einer bereits vorhandenen Vorlage basieren, exklusive Hörspiele von Titania Medien.

Mit der Episode "Heimweh", hat man in seinem Abspielgerät seiner Wahl perfektes Kino für die Ohren und etwas mehr als eine Stunde kurzweilige Unterhaltung.

Hörprobe:  Heimweh

martes, 21 de marzo de 2017

Vorschau Programm Titania Medien aus der Reihe "Gruselkabinett"


Manor
Autor: Karl Heinrich Ulrichs
Label: Titania Medien
Genre: Schauerromantik
Laufzeit: ca. 60 Minuten
Veröffentlichung: 26. Oktober 2017
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5561-7

Klappentext:


Auf einer der windumtosten Faröer-Inseln fassen Har und Manor eine tiefe Zuneigung zueinander, die auch über den Tod hinaus noch fortbesteht...

Kleine Vorfreude:

Oft wurde ich, als leidenschaftlicher Hörspielhörer, ob es auch spezielle Hörbücher für LGBTQI* gibt oder die das Thema behandeln; jedoch mehr im Bereich der Hörbücher und umso mehr freut es mich, meinen Followern diese Vorankündigung von Titania Medien zu machen; ob der Zeitpunkt für "Manor" von Karl Heinrich Ulrichs eines homoerotischen Hörspiels bewusst gewählt wurde, wo immer mehr Länder die gleichgeschlechtliche Ehe öffnen und einführen oder ob es einfach im Programm der Schauerromantik sich sehr gut einsortiert, bleibt vielleicht das Geheimnis von Titania Medien und den Machern Marc Gruppe und Stephan Bosenius.
Das doch eindeutigen Cover, was wieder eine geniale Illustration von Ertugrul Erdine ist, lässt nicht nur mich neugierig werden, wie die Geschichte, die mir als Buch bekannt ist, umgesetzt wurde, wer die Sprecher sind und wie weit die Homoerotik herausgearbeitet wurde, denn bereits in der Gruselkabinett Folge 117 "Ewige Jugend" von Leopold Sacher-Masoch, wurde hier ebenso die sexuelle Komponente des BDSM sehr stilvoll herausgearbeitet, ohne platt oder vulgär zu sein.

Auf jeden Fall könnt Ihr dann, sofern Ihr unsicher seid, die Rezension wieder hier von mir lesen.

Freuen wir uns also auf einen schönen, herbstlichen Abend mit einem, da bin ich mir sicher, schönen und stilvollen, homoerotischen Schauerromantik...

Zum Autor:



Karl Heinrich Ulrichs (* 28. August 1825 in Westerfeld(Ostfriesland); † 14. Juli 1895 in L’Aquila, Italien war einer der ersten Aktivisten, Vordenker und Kämpfer für die Rechte von Homosexuellen und setzte sich entsprechend für die Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Ehe ein; die "urnische Ehe" und stand schon in der damaligen Zeit zu seinem Schwulsein, was ihn für zB dem Sexualforscher Volkmar Sigusch zu einem ersten Homosexuellen der Weltgeschichte bezeichnet wurde.

Bedingt durch die Reichgründung und Schaffung des §175, verließ Ulrichs 1880 und ließ sich in der Nähe von Neapel nieder und 1883 zog er weiter nach L'Aquila, wo er auch verstarb.

Posthume Zusammenstellungen findet man im Verlag Rosa Winkel:

* Manor. Eine Novelle
Verlag Rosa Winkel, 1995

* Matrosengeschichten und Gedichte. Ein Lesebuch
Wolfram Setz (Hrsg.): (= Bibliothek rosa Winkel, Bd. 18), Männerschwarm 1998, ISBN 3-86149-070-6 (Literarisches von Ulrichs)

*Karl Heinrich Ulrichs zu Ehren. Materialien zu Leben und Werk
Wolfram Setz (Hrsg.): Verlag Rosa Winkel (jetzt bei Männerschwarm), 2000, ISBN 3-86149-107-9

Wer jetzt schon auf die Geschichte neugierig geworden ist, kann diese Online hier nachlesen:



jueves, 16 de marzo de 2017

Sherlock Holmes Folge 28: "Eine Studie in Scharlachrot"




Eine Studie in Scharlachrot
Autor: Nach einer Erzählung von Sir Arthur Conan Doyle
Label: Titania Medien
Genre: Kriminalliteratur
Laufzeit: ca. 117 Minuten
Veröffentlichung: 16. März 2017
Verfügbarkeit: 2 CD-Box / Download
ISBN: 978-3-7857-5385-9


Klappentext:


Endlich erfährt der geneigte Hörer in Dr. Watsons eigenen Worten, wie er und Sherlock Holmes sich kennen gelernt haben, zu Mitbewohnern wurden und Watson den Meisterdetektiv bei der Lösung des ersten gemeinsamen Falles unterstützt hat.



Handlung:

Verknüpft werden zwei Geschichten in dem Klassiker Eine Studie in Scharlachrot. Zum einen, wie Dr. Watson Sherlock Holmes vorgeschlagen bekommt, um eine gemeinsame Wohngemeinschaft in der legendären Baker Street einzugehen und sie sich schrittweise miteinander vertraut machen.

Dabei beginnt die Begleitung Dr. Watson zum ersten Mordfall, den beide gemeinsam lösen.



Rezension:

Meine erste Rezension der mit dem Blauen Karfunkel ausgezeichneten Serie "Sherlock Holmes" von Titania-Medien, wo ich mich anfangs dann doch etwas schwer mit getan habe, denn wie unschwer zu erkennen ist, bevorzuge ich mehr die klassischen Grusel- und Schauergeschichten.

Doch schon beim Beginn der der ersten CD, nahm mich das Hörspiel gefangen. Schon der Beginn, eine schöne, klassische, viktorianische Musik, wo ich fast das Label von "His Masters Voice" vor Augen hatte; es fehlte lediglich das Knacken des Tonarms, denn man möchte meinen, es handelt sich nicht um eine digitale CD, sondern um eine schöne, schwarze Schellack-Platte auf einem Abspielgerät, was vorher noch angekurbelt werden muss.
Auch die Zwischenmusik ist passend zur Geschichte und dem Genre ausgewählt. Ruhige und elegante Klaviermusik, wenn Dr. Watson aus seinen Erinnerungen erzählt.

Die Geräuschkulisse, als Dr.Watson Holmes vorgeschlagen bekommt, ja man sieht sich da in der Londoner City, vielleicht am Picadilly Circus, Victoria Station,....

Von den Sprechern her, hat man wieder Kino für die Ohren; das heißt, auch hier sind Synchron- und Hörspielsprecher engagiert, was man auch sehr gut heraushört. Ein Hauch der viktorianischen Stände schwingt, je nach gesellschaftlichen Stand mit.
Joachim Tennstedt als Sherlock Holmes, dessen vertraute Stimme in der Reihe einspricht und bekannt von vielen Stars; ebenso Detlef Bierstedt als Dr. Watson, der seinen Charakter und den Erzähler einspricht, da das Hörspiel, wie auch die Original-Vorlage, oft aus Dr. Watsons Perspektive erzählt wird. Die unverkennbare, warme Stimme von Patrick Bach ist ebenso dabei, der in letzter Zeit in sehr vielen Hörbüchern und Hörspielen vorkommt.

Persönlich freue ich mich auch immer wieder über die Teilnahme von Regina Lemnitz, was Euch jetzt sicher nicht so viel sagt, wenn ich Euch aber sage, dass das die deutsche Stimme von Kathy Bates, Diane Keaton und Whoopie Goldberg ist, habt Ihr sicher ihre ganz eigene Stimme im Ohr. Sie spricht die etwas schrullige Wohnungsvermieterin von Holmes und Watson auf eine herrliche Art, zwischen Neugier an den beiden Herren und charmante Zurückhaltung, wie es sich für eine Dame ihrer Zeit gehört.

Ich bin immer wieder positiv überrascht, wenn ich die Original-Vorlage kenne, wie Marc Gruppe aus der literarischen Vorlage eine hörspieltaugliche Fassung herausarbeitet, was den Plot der Geschichte und die Dialoge betrifft. Hier wird nahezu kaum, wie in den meisten Hörspielen, die Geschichte so zusammengeschrieben, dass es mit dem Original kaum noch etwas zu tun hat, sondern Marc Gruppe weiß ganz genau, worauf es bei den Auszügen ankommt und so habe ich auch bei Eine Studie in Scharlachrot den Eindruck, da es in der Geschichte diverse Handlungsstänge gibt, diese auch auf zwei CDs mit ca. 117 Minuten Spielzeit auszudehnen.

Alles in Allem eine sehr gelungene Aufbereitung aus der Orginalgeschichte A Study in Scarlet die die Mischung aus englischer Kriminalgeschichte von Sir Arthur Conan Doyle klassisch und doch modern herüber bringt.

Aufgrund der komplexen Story und der längeren Dauer von 117 Minuten, ist die Eigenempfehlung von Titania-Medien an Hörer ab 12 Jahren vorgesehen.

Hörprobe: Sherlock Holmes Folge 28: "Eine Studie in Scharlachrot"


miércoles, 7 de diciembre de 2016

Gruselkabinett Folge 112: "Der Ebenholzrahmen"





Der Ebenholzrahmen
Autor: Edith Nesbit
Label: Titania Medien
Genre: Schauerromantik
Laufzeit: ca. 55 Minuten
Veröffentlichung: 12. August 2016
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5256-2

Klappentext:

London 1923: Philipp Devigne ist nicht wenig erstaunt, von seiner reichen Tante ein altes viktorianisches Haus im Londoner Nobel-Stadtteil Chelsea zu erben. Über dem Kamin im Speisezimmer hängt in dem ansonsten erlesen möblierten Haus ein billiger Druck in einem aufwändigen Ebenholzrahmen. Wie sich herausstellt, hat es damit eine unheimliche Bewandtnis...?


Handlung:

Eine unerwartete Erbschaft lockt den jungen Philipp in das vornehme Chelesea, um sein geerbtes Haus in Empfang zu nehmen.
Freudig über den neuen Dienstherren, führt die Hausdame diesen durch das Anwesen, wobei Philipp einen kostspieligen Rahmen im Esszimmer über den Kamin vorfindet, in dem sich ein simpler Druck befindet, was so gar nicht zu dem Stil des Hauses passt. Zögerlich erklärt die Hausdame, dass sich dieses auf dem Speicher befindet, was auch zutrifft und findet dabei nicht nur ein Portrait, sondern zwei, auf dem einen er, wie es scheint, selber abgebildet ist, obwohl er noch nie in dem Haus war und ihm die Erblasserin nahezu unbekannt war. Das andere Portrait zeigt eine junge Frau, zu die er sich sofort hingezogen fühlt.
Doch auf der Schönheit in schwarzer Samtrobe liegt ein Fluch, der es ihr ermöglicht, aus dem Bild zu steigen und Philipp in ihren Bann zu ziehen. Einem Bann, bei dem der Teufel seine Hände im Spiel hat, denn die Frau auf dem Portrait hat vor langer Zeit einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, einen Pakt, den auch Philipp in Versuchung führen wird.

Rezension:

Die spätsommerliche 112. Ausgabe "Der Ebenholzrahmen" von der britischen Autorin Edith Nesbit, die ihren Ruhm durch Kinderbücher erlangte, veröffentlichte auch unter ihrem verkürzten Namen E. Nesbit eine Reihe von Geistergeschichten (als Neuauflage im Englischen zusammengefasst als E. Nesbit's Horror Stories, erschienen in Penguin World series, am 29.September 2016) entspricht der klassischen, gothischen Schauerliteratur mit allen Elementen, die dafür nötig sind.
Ein  junger, eigentlich versprochener Mann, eine lukrative Erbschaft einer Immobilie mit Vergangenheit, eine Geliebte aus dem Jenseits, ein zentrales Objekt, in dem Fall ein Ebenholzrahmen, eine dunkle und unglückliche Liebesgeschichte und ein Pakt mit dem Bösen.

"Der Ebenholzrahmen" ist ein kleines Juwel der Schauer-Romantik, mit einer optimalen Besetzung, wie sie besser nicht hätte sein können.
Herbert Schäfer als Philipp, im taumel zwischen der Realität und der Verzweiflung seiner heimlichen Schattenliebe glänzt auf überzeugende Art und Weise, dass sein Leiden spürbar wird; Daniela Bette, wie auch schon in den anderen Produktionen von Titania-Medien, geht unter die Haut, wenn sie Philipp ihr Leid erzählt, wie es zu dem Pakt mit dem Teufel gekommen ist und Philipp verheißungsvoll lockt, auch den Pakt einzugehen, um ihren Fluch zu lösen.
Schaurig schön ist Matthias Lühn als Teufel, der seine Stimme diese Häme und Jovialität verleiht, als er den Pakt anbietet, den er so leidenschaftlich anbietet, dass man ihn kaum auschlagen kann, aber wer natürlich den Teufel kennt, so geht der Teufel bei seinen Versuchungen selten leer aus. Doch war die Verzweiflung der Mistress so groß, dass sie zu ihrem unwissenden Nachteil, den Pakt annimmt.

Auch die Geräuschkulisse und die Musikauswahl ist sehr gut in die logisch aufgebaute Geschichte eingebettet und rundet dieses Hörspiel zu einer edel erzählten Schauer-Romantik ab.

Eine Geschichte aus Liebessehnsucht und Liebesschmerz, die nicht nur Endzeitromantiker in ihren Bann ziehen wird.

Von Edith Nesbit sind bei Titania-Medien folgende Geistergeschichten als Hörspiel Produziert:

Gruselkabinett Folge 59: "Das violette Automobil"
Gruselkabinett Folge 74: "Die Macht der Dunkelheit"



Hörprobe: Der Ebenholzrahmen

Gruselkabinett Folge 116: "Der schwarze Stein"


Der Schwarze Stein
Autor: Robert E. Howard
Label: Titania Medien
Genre: Geistergeschichte, Abenteuer
Laufzeit: ca. 55 Minuten
Veröffentlichung: 14. Oktober 2016
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5381-1

Klappentext:

Was hat es auf sich mit dem riesenhaften schwarzen Monolithen im Wald von Stregoicavar in den ungarischen Karpaten? Ist er wirklich außerirdischen Ursprungs und Schauplatz von schaurigen Ritualen zu Hexen-Feiertagen? Caleb Thomas aus Boston beschließt, vor Ort Licht in die dunklen Legenden zu bringen und ahnt nicht, in welche Gefahr er sich dadurch begibt...


Handlung:


In einer Bostoner Biblothek liest Caleb Thomas in der in Düsseldorf gedruckten und raren Erstausgabe "Das schwarze Buch". Der gut informierte Bibliothekar erzählt im den Hintergrund des Buches, bei dem es um Schwarze Magie, Kult und magische Rituale geht, möglicherweise um Hexerei. Durch die Erzählungen des Bibliothekars, ist Calebs Neugier geweckt, die Spur des zu verfolgen. So reist er mit vielen Umsteigen in die Karpaten. Über seinen Gastwirt, wo Caleb absteigt, erfährt er noch mehr, um diesen Kult, da der Neffe des Gastwirtes in der Nähe des Schwarzen Steins, nach einer Wanderung im Wald, eingeschlafen ist und weitere Informationen liefern kann.


In einer Nacht legt er sich auf die Lauer und beobachtet ein Ritual, was an unfassbarer Grausamkeit kaum zu überbieten scheint...


Rezension:


"Der schwarze Stein" ist die dritte Geschichte (Gruselkabinett Folge 60: "Der Grabhügel", Gruselkabinett Folge 70: "Schwarze Krallen") des texanischen Autors Robert E. Howard, bekannt für Horror-, Fantasy- und Abenteuergeschichten und Brieffreunf von H.P. Lovecraft und Erschaffer von Conan, die Titania-Medien in ein Hörspiel umwandelte.


Da ich das Original dieser Horrorgeschichte kenne und auch als Hörbuch, ist dies vom Original zur Hörspielfassung, von Marc Gruppe etwas gekürzt und zusammengeschrieben worden, ähnlich wie man es auch von Filmen kennt. Ebenso wurden die makaberen Szene (wie viele fälschlicherweise Zensur vorwerfen), zwar entkräftet, besonders die Menschenopfergabe, doch diese Auslassung, die durch Geräusche, Gesänge und spannungsgeladenen Atmosphäre zu hören sind, lassen viel Spielraum für die eigene Phantasie, die von der folgenden Erzählung dann auch untermauert werden. Ebenso ist es auch für ein jüngeres Publikum tauglich, Klassiker aus dem letzten Jahrhundert bekannt zu machen; ein wenig mehr Mut, hätte mir aber schon gefallen.
Da es sich bei der Geschichte von Howard um eine Kurzgeschichte handelt, endet das Hörspiel auch etwas abrupt, so wie es auch bei der Kurzgeschichte der Fall ist, wo aber nicht ein Ende oder eine Auflösung 'fehlt', sondern ein offenes Ende ist, wie es für 'Suspense-Genre' üblich ist. Oder eben, dass bestimmte Dinge einfach nicht erklärt werden können.


Mir hat das Hörspiel sehr gut gefallen, trotz der Kürzung und ist auch mal etwas anders vom Genre in der Reihe Gruselkabinett, eine Abwechslung von den klassischen Schauergeschichten, wo es um Geister und düstere Liebe geht, sondern ist eine Mischung aus abenteuerlicher Exotik und Grusel, auch wenn die Hauptszenerie in den Karpaten spielt, ist die Szenerie doch anders, als man sie von Bram Stokers 'Dracula' (auch bei Titania-Medien; Gruselkabinett Folge 16 bis 19: "Draculas Gast" und "Dracula" im Schuber) her kennt, denn hier steht nicht eine verwitterte, gespenstische Burg im Mittelbunkt, sondern ein schwarzer Monolith auf einer Lichtung in einem Wald, an einem abgeschiedenen Dorf, mit einer Prise Sci-Fi, bei den Überlegungen, als Caleb den schwarzen Stein zum ersten Mal bei Tageslicht sieht.


Sehr gut umgesetzt ist das Gespräch direkt am Anfang, zwischen dem Protagonisten Caleb und dem Bibliothekar, wie nicht direkt flüsternd, aber der Bibliothekar Caleb den Hintergrund wie ein Geheimnis anvertraut und sich das Entsetzen, Neugier und Fassungslosigkeit in Calebs Stimme legt.
Auch die Reise durch Rumänien, Kutschenräder, Pferdegetrappel, kurze Gesprächsfragmente ist sehr gut umgesetzt.
Das Gespräch mit den Neffen, fand ich etwas ernüchternd, da es ein weiteres Gespräch, in einer Reihe von Gesprächen ist, denn davor erzählt der Gastwirt und Onkel dem Protagonisten sein Wissen, im Anschluß an dem Neffen folgt dann das Gespräch mit dem alten Schulmeister, der weitaus mehr Erkenntnisse liefert und den Mythos gut ergänzt.


Aufgrund der Gespräche, rund um die Mythologie und Geschehnisse, muss man schon bei der Geschichte aufmerksam zuhören und ist weniger etwas für 'nebenbei', da die Gespräche wichtige Bestandteile der Geschichte liefern, um den Faden nicht zu verlieren.


Die dann folgende Szenerie der Vollmond-Mitsommernacht, rund um den schwarzen Stein, ist dann aber wieder sehr atmosphärisch, das Sirren der Luft, die Selbstgespräche und das, was dann Caleb erlebt, nicht wissend, ob es sich um Traum oder Wirklichkeit handelt, führt neben dem Erzähler, Sascha von Zambelly als Caleb Thomas sehr schön durch den Plot, mit der gut gespielten Naivität eines neugierigen und abenteuerlustigen Amerikaners in dem alten Europa.


Hörprobe: Der Schwarze Stein


lunes, 5 de diciembre de 2016

Titania Special Folge 12: "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern"





Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Autor: Hans Christian Andersen
Label: Titania Medien
Genre: Märchen / Familienerzählung
Laufzeit: ca. 73Minuten
Verfügbarkeit: CD / Download
ISBN: 978-3-7857-5379-8

Klappentext:

An einem eiskalten Silvesterabend versucht ein kleines Mädchen verzweifelt, Schwefelhölzer zu verkaufen, aber niemand kauft ihm etwas ab. Um sich in der schneereichen Nacht etwas zu wärmen, entzündet es ein Schwefelholz nach dem anderen, denn dadurch erscheint ihm jedes Mal die verstorbene Großmutter und erzählt ihm die Märchen vom Schneemann, dem standhaften Zinnsoldaten und dem Tannenbaum...


Handlung:


An einem kalten Winterabend versucht ein kleines Mädchen Schwefelhölzer zu verkaufen, um ein bisschen Geld für die Familie zu verdienen. In Lumpen und viel zu großen Pantoffeln, läuft sie über die vereiste Straße, durch eine vorbeieilende Kutsche verliert sie noch ihre Pantoffeln, die ihr dann noch von einem Bengel gestohlen werden.
Verzweifelt bietet sie ihre Schwefelhölzer an, doch jeder eilt an dem kleinen Mädchen vorbei, ohne die Bettelware und das Mädchen zu beachten.


Ohne etwas verkauft zu haben, traut sie sich nicht nach Hause und zieht sich zwischen zwei Häuser zurück, um sich vor der klirrenden Kälte zu schützen. Obwohl es ihr strengstens verboten wurde, zündet sie dennoch ein Schwefelholz an, mit der Hoffnung, sich ein wenig zu wärmen, sieht sie ihre Wünsche, jedoch nur so lange, wie das Streichholz brennt. So sieht sie sich vor einem wärmenden Ofen, mal vor einer reich gedeckten Weihnachtstafel und bei dem dritten wünscht sie sich, ihre schmerzlich vermisste Großmutter wieder zu sehen, die vor einiger Zeit verstorben ist und die einzige Person aus ihrem Leben ist, die sie liebte.
Der Wunsch gelingt, die Großmutter erscheint ihr und das Mädchen bittet sie, ihr ein Märchen zu erzählten, dem die Großmutter nachkommt, verloren in der schützenden Phantasie, erfriert das Mädchen durch einen "sanften" Tod.


Rezension:


Mit "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" (Den lille Pige med Svovlstikkerne) greift Marc Gruppe eins der bekanntesten Märchen des dänischen Schriftstellers und Dichters Hans Christian Andersen auf, was dieser im Jahr 1845, in der Sommerresidenz der dänischen Könige, Schloss Gravenstein, schrieb.


Eine sehr gelungene Ergänzung, zu den bereits bekannten Veröffnetlichungen, als diversen Filmen, Oper, musikalsischen Umsetzungen, ist diese Hörspiel, gerade in der jetztigen Winterzeit. Ein Hörspiel für die ganze Familie, schon aufgrund der Bekanntheit und wie man es von Titania Medien, aus der Reihe "Gruselkabinett" gewohnt ist, in einer sehr hohen Qualität, vielen Sprechern, deren Stimmen uns aus vielen Synchronisatonen bekannt sind, wo jeder einzelne Sprecher der unterschiedlichen Charaktere kein einziges Mal an Eindringlichkeit verliert.


Hervorzuheben ist natürlich die Leistung von Maximilane Häcke als "Mädchen", in Kombination mit der Geräuschkulisse. Da die Geschichte direkt im Thema beginnt, das Mädchen auf vereister Straße einer Kutsche ausweicht, dabei ihre Pantoffeln verliert,... ja man spürt richtig das vereiste Kopfsteinpflaster, die klirrende Kälte, der pfeifende Wind... vorbeielende Menschen, der Witterung entsprechend angezogen, die Staße gesäumt von beleuchtenden Fenstern, die im Inneren eine verlockende Wärme versprechen.


Wenn Maximilane anfängt, die Zündhölzer anzubieten, das nur leichte Schnattern vor Kälte und die Verzweiflung, man möge ihr ein bisschen was abkaufen, um das erbettelte Geld ihrer Familie geben zu können, als sie verzweifelt den Straßenjungen anfleht, ihr die verlorengegangen Pantoffel zurückzugeben, was dieser aber nicht tut und wegläuft,... man zieht sich instinktiv in seinen Pulli zurück, möchte sich in eine Decke einwickeln und am liebsten das Mädchen mit nach Hause nehmen, ein warmes Bad anbieten, ein warmes Essen, einen heißen Kakao und ein vorgewärmtes Federbett.
Wahnsinn, dieses Spiel an Geräuschen, Stimme und Stimmung und Emotionen, die transportiert werden. Schließt einfach mal beim Zuhören die Augen und lasst diese Stimmung auf Euch wirken.


Ebenso die Angst, die das Mädchen hat, weil sie sich nicht nach Hause traut, weil sie nichts verkauft hat und sie Schläge ihrers Vaters fürchtet und sich zurückzieht und das erste Zündholz ansteckt. Auch dieses Zischen, was dann erklingt, ja, da erinnere ich mich an den Fidibus, womit auch wir unseren Kamin in kalten Winterabenden entzündet haben.


Ergänzt wird dann, bevor die Verzweiflung zu beklemmend wird, durch den Erzähler, gesprochen von Peter Weis, ruhig, warm und sonor durch die Geschichte begleitet und die eigenen Emotionen sich beruhigen, wenn die Großmutter erscheint, beruhigend und schützend, beginnt, ihre Märchen zu erzählen, die sich das Mädchen so sehr wünscht.


Ein wirklich tolles Hörspiel, neu aufgesetzt mit der Technik von Heute, gesprochen von Profis und dem Charme eines Märchen, was einen noch mal für etwas mehr als eine Stunde Kind sein lässt und den unverwechselbaren Sound und Proffessionalität von Titania-Medien und absolut passend, in die jetztige Winterzeit, sich mit der ganzen Familie ein Kino für die Ohren zu gönnen.

Aber eben auch für die Erwachsenen unter uns, die Hörspiele lieben und denken, man sei aus dem Alter für Märchen rausgewachsen, sollte man sich ruhig trauen. Zugegeben, ich war auch anfangs skeptisch, ein Kindermärchen anzuhören, aber ich wurde nich enttäuscht.


Die unten angehftete Hörprobe vermittelt da einen ersten Eindruckt, dem man kaum widerstehen kann, sich das Hörspiel als CD zu kaufen oder bei den bekannten Anbietern, runterzuladen.
Persönlich empfehle ich aber schon die phyisische CD  schon wegen dem herrlich nostaligschen Artwork von Ertugrul Edirne.


Hörprobe: Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern












viernes, 25 de noviembre de 2016

Erfahrungsbericht mit "Onleihe" aus kommunalen Bibliotheken in Deutschland









Eigentext:




Von Onleihe.net:

Die divibib GmbH bietet mit der Onleihe die führende digitale Ausleihplattform für Bibliotheken in Deutschland an.

Kunden können bei der Onleihe über ein Internetportal ihrer Bibliothek ganz legal eBooks, eAudios, eVideos, ePapers, eMagazines und eMusic ausleihen – mobil und rund um die Uhr. (Quelle: onleihe.net)

Erfahrung Onleihe.net:


Eigentlich bin ich ja so Retro, dass ich mich immer versucht habe, mich den eBooks zu entziehen. Für mich ist Lesen eben ein Buch auswählen, in der Hand halten und das Rascheln von Papierseiten umzublätern. Auch eben ein richtiges Buch zu "riechen", zu berühren.


Über eine Bekannte, die in einer kommunalen Bibliothek arbeitet, wurde ich auf "Onleihe.net" hingewiesen, da mir der Umgang mit kommunalen Bibliotheken nicht vollkommen fremd ist. Sicherlich wurde ich auch darauf aufmerksam gemacht, so als Vielleser, mich als Testperson mal zu nehmen, gerade mit dem Wissen, dass ich eigentlich eBooks und Co. nicht sonderlich zugeneigt war und auch jetzt nicht so der Typ Mensch bin, der seine technischen Multimedia-Endgeräte sofort kapiert. Aber einen eBook-Reader (Kobo) hatte ich zwar, der aber verwaist im Nachtschrank sein Dasein fristete. Also, da ich ja einen Reader habe, warum mal nicht offen für Neues?
Dummerweise hatte der Kobo aber in seiner mehrjährigen Ruhezeit sich dazu entschlossen, zu sterben. 'Das war es also...' dachte ich mir. Lust, mir ein neues Endgerät zum Lesen kaufen, hatte ich auch keine Lust, da ja jeder Anbieter von sich behauptet, das Beste überhaupt zu sein und sowas verwirrt mich, denn bei meinem Talent, habe ich dann ein Endgerät, was dann doch nicht funktioniert oder ich nicht verstehe 💣




Also mich bei der Bekannten zurückgemeldet, dass mein Reader gehimmelt ist; da sie aber weiß, dass ich immer mit meinem 'Apple iPad-mini' rumrenne, sah sie darin kein Problem, richtete mir ein Account ein und stand mir auch mit Rat und Tat zur Seite. Habe mir dann die App aus iTunes runtergeladen und als ich mein Account hatte, loggte ich mich also ein und klickte mich weiter zu meiner zuständigen Bibliothek und dann ging die Suche los. Meine Neugier war da schon geweckt.

Mit jedem Schritt, den ich dann tätigte, verflog immer mehr mein  Widerwille, denn die App ist sehr übersichtlich gestaltet und man kann nach seinem bevorzugten Genre, was man lesen möchte, sehr gut navigieren und sortieren. So zB innerhalb der unterschiedlichen Medien, wie Buch, Hörbuch, etc.. ebenso ist eine Sortierung möglich, um den gesamten Bestand durchzusuchen, gezielt nach Titel, Autor, etc und auch so sortieren, dass nur derzeit verfügbare Medien angezeigt sind, also die, die nicht derzeit ausgeliehen sind.
Möchte man einen Titel ausleihen, der bereits ausgeliehen ist, ist dies kein Problem, denn dann hat man die Möglichkeit, der Vorreservierung und man erhält eine Mail, sobald das Buch wieder zur Verfügung steht. Allerdings sollte man dann auch schnell sein. Funktioniert auch sehr gut, wenn man ein Buch ausgeliehen hat, aber im Rahmen der Ausleihzeit nicht geschafft hat oder absehbar ist, dass man es nicht schafft, reserviert man sich quasi selber das Medium erneut.


Aber Achtung: Das System lässt sich nicht austricksen, denn selbst wenn man keine Verbindung zum Internet hat, ist das Lesen zwar möglich, aber wird am Stichtag automatisch 'zurückgegeben' und verschwindet auch aus der Liste der ausgeliehenen Medien. Kann man natürlich dann auch wieder im Bestand suchen und wenn es nicht ausgeliehen ist, eben einfach wieder neu ausleihen.








Also entschied ich mich erstmal, so als Test, für ein Buch. Download lief sofort und war auch flott auf meinem iPad-mini verfügbar. Dann den Titel aufrufen, ging aber nicht *grummel* mein Endgerät unterstützt nicht das Format. Also alles umsonst? Wieder die Bekannte kontaktiert, dass es nicht geht, weil mein Endgerät das Format nicht unterstützt. Ich glaube, sie war über meine Unkenntnis etwas belustigt, denn wo ich ein Problem sah, sah sie natürlich keins.
Schnell ein Link zum iTunes-Store zugestellt, ich soll mir die App von Bluefire Reader runterladen und mich registrieren. Gesagt, getan und siehe da...


Es läuft und zwar spitzenmäßig. Natürlich hat mein  Endegerät eine sehr gute Auflösung und gerade für mich, der an einer ausgeprägten Sehbehinderung leidet, auf jeden Fall ein sehr angenehmens lesen. Wie geschrieben, mein Buch war aus der Onleihe verfügbar, aufrufbar und lesbar.


Erfahrung Bluefire Reader:




Ich hatte ja schon etwas Erfahrung mit einem recht schlichten Kobo. Liegt vielleicht daran, dass ich ein günstiges Gerät hatte, weshalb ich auch nicht so überzeugt war (mein Kobo hatte keine Hintergrundbeleuchtung, sah immer wie eine wiederverwertete Spucktüte aus und die Schrift erschien mir oftmals verwaschen, je größer ich sie einstellte). Was die Hintergrundbeleuchtung angeht, hat sich das ja mit dem iPad-mini erledigt, wie jedes andere Tablet ja auch.
Praktisch also, dass es kein zusätzliches Endgerät bedarf, wenn man ja ein Tablet hat.

Am Abend, bevor ich das angefangene Buch weiterlesen wollte,  beschäftigte ich mich also mit dem Bluefire Reader und da es eine kostenlose App ist, war ich schon beeindruckt, von den vielen, individuellen Einstellungen, die möglich sind. Schriftgröße ist ja schon Standard, aber richtig gut finde ich den Nachtmodus am Abend, wenn der Hintergrund schwarz wird und die Schrift weiß, aber auch nicht so, dass man jetzt das Gefühl hat, man wird geblendet. Für Bettleser also Ideal, wenn man nicht alleine im Bett liegt, denn im Nachtmodus lässt es sich sehr gut lesen. Wer das übliche Schwarz/Weiß und umgekehrt, nicht so mag, hat auch die Möglichkeit, seine Farben individuell zu gestalten, sowie die Schriftgröße, Schriftart, Zeilenabstand, Abstand zu den Rändern, Blocksatz. Sowie diverse unterschiedliche Designs, zum Blättern. Seitenzahl kann man anzeigen oder ausblenden, wie sie im eBook vorgegeben sind.

Ebenso zeigt der Bluefire Reader alle Buchformate an, die man ausgeliehen hat und auch die verbleibende Zeit, die das Medium zur Verfügung steht, so hat man seine ausgeliehenen Bücher immer gut im Blick und auch beim schließen des Readers wird ein Lesezeichen gesetzt, wenn man also die App wieder startet und das entsprechende eBook ausgewählt hat, bekommt man die Wahlmöglichkeit, zur Lesezeichen direkt zu gehen (oder eben nicht).

Fazit:

Ich habe meine Aversion gegen eBooks und Online-Medien abgelegt, denn es macht richtig Spaß, schnell und für eine sehr geringe Jahresgebühr, ein vielfältiges Angebot immer zur Verfügung zu haben, denn neben Bücher bietet meine zuständige Bibliothek auch Hörbücher und Hörspiele an, so zB auch ältere Ausgaben der Reihe "Gruselkabinett" von Titania-Medien, worüber ich mich zusätzlich freue. Und die Tatsache, dass ich nicht noch ein weiteres Endgerät benötige, sondern nur mit meinem vertrauten Endgerät hantieren muss, machte das Angebot von Onleihe.net für mich umso attraktiver und der Bluefire Reader eine sehr gut nuzbare Ergänzung.
Was aber jetzt nicht heißt, dass ich in Zukunft auf physischen Medien ganz verzichten werde, denn tolle Hörspiele und Bücher will ich nach wie vor in meinem Besitz wissen und die Autoren und Verlage sollen ja auch weiter arbeiten können. 
Ebenso hat man durch dieses Angebot schnell auch mal ein  Sprach- oder Reiseführer für Unterwegs zur Hand, denn der Bezug ist online zu jeder Zeit möglich oder man kann sich auch mal einen Überblick vor dem Kauf verschaffen, ob man zB mit einem Sprachführer arbeiten kann und für einen geeignet ist.

Auf der Homepage von Onleihe.net findet man eine sehr gute Übersicht über alle teilnehmenden Bibliotheken (derzeit 2.945 teilnehmende Bibliotheken (Stand 25.11.16), sowie weitere Erklärungen und Videos, wie die Funktionen sind.

Da die Bibliotheken kommunale Einrichtungen sind, kann man sich auch in seiner teilnehmenden Bibliothek erkundigen, ob es bei Leistungsbezug nach SGB II, SGB XII, einen Rabatt bei der Jahresgebühr gibt bzw. bieten viele Kommunen eine kostenlose Mitgliedschaft als Nachteilsausgleich zur Teilhabe an.

Also meine lieben Follower und Leser, wenn ich das geschafft habe, den Sprung ins Jahr 2016 und sogar Spaß daran habe, schaffe ich es auch, Euch für einen virtuellen Bibliothekenausweis zu begeistern, der natürlich auch in Euren niedergelassenen Bibliotheken ebenso verwendbar ist.



Wer also jetzt neugierig ist, findet alle Informationen hier:

Homepage: Onleihe.net

Viel Spaß und gute Unterhaltung!


HINWEIS: Bitte fragt mich  nicht an, welche Medien im Bestand sind, da jede Bibliothek ihren eigenen Bestand pflegt. Ob es also bestimmten Bücher oder sonstige Medien gibt und zur Verfügung stehen, erfahrt Ihr nicht von mir, sondern von Eurer teilnehmenden Bibliothek.
Seltsam, dass nach ein paar Minuten schon solche Anfragen kommen ;)